Banken in den USA verdienen gut

Die führenden Banken der Vereinigten Staaten vermelden im zweiten Quartal 2016 Milliardengewinne. Sie müssen keine Negativzinsen an die FED entrichten, auch der im Vergleich zu Europa etwas höhere Leitzins hilft.


Amerikanische Banken steigern die Gewinne

Bereits Mitte Oktober veröffentlichten die drei Großbanken Wells Fargo, Citigroup und JP Morgen Chase Gewinne in Milliardenhöhe. Wenige Tage später folgte die Bank of America. JP Morgan gab für die vergangenen drei Monate einen Verdienst von sechs Milliarden Dollar an. Mit einem Gewinn von zwei Milliarden konnte die Investmentbank Goldman Sachs dem Ergebnis von JP Morgen zwar vergleichsweise wenig entgegensetzen. Gleichwohl steigerte das Geldhaus im Vorjahresvergleich den Ertrag um 60 Prozent. Experten vermuten, dass amerikanische Banken auch aufgrund des britischen Referendums im Handelsgeschäft zulegten. Gleichzeitig zieht die bislang kaum bestätigte Aussicht auf steigende Zinsen zunehmend Kapital in die Vereinigten Staaten.

Einzelne Banken übertreffen sogar die Erwartungen von Marktbeobachtern

Mit Einnahmen in Höhe von neun Milliarden Dollar im letzten Quartal übertraf Morgan Stanley die Prognosen professioneller Marktanalysten. Die Bank konnte auf eine Einnahmesteigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verweisen. Vor allem der Handel mit Rohstoffen und festverzinslichen Wertpapieren erhöhte die Gewinne von Morgan Stanley gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent auf 1.5 Milliarden Dollar.

Leider zeigen deutsche Banken derzeit ein völlig anderes Bild

Während die Geldhäuser der USA steigende Gewinne veröffentlichen, bahnt sich bei europäischen und deutschen Banken erneut eine Krise an. Die ebenfalls im Investmentbanking engagierte Deutsche Bank wird Ende Oktober Quartalszahlen bekannt geben. Die werden kaum erfreulich ausfallen, da das Institut in zahllose Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist und in den Vereinigten Staaten mit Strafen in Milliardenhöhe konfrontiert wird.

Zudem planen deutsche Banken den massiven Abbau von Arbeitsplätzen und die Reduzierung der Filialnetze. Sie ziehen sich ausgerechnet in dem Moment aus dem Geschäft mit Privatkunden zurück, in welchem die amerikanischen Institute den Normalverdiener wieder als Kunden entdecken.

Bildmaterial: ©phongphan5922/Fotolia

 
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