Bankensterben – Wie sich Angestellte vor der Arbeitslosigkeit schützen

Wer aktuell als Angestellter bei einer Bank arbeitet, dem blühen raue Zeiten. Egal ob Vermögensverwalter, Fondsmanager oder einfacher Angestellter. Wer als privater Banker arbeitet, der muss sich berechtigte Sorgen um seinen Job machen. Immer mehr Banken fusionieren und legen Filialen zusammen. Woran das liegt und wie Sie sich als Angestellter vor den Folgen des Bankensterbens schützen können, erfahren Sie in diesem Artikel.


Was passiert momentan mit den Banken in Deutschland?

Es gibt daher Argumente für einen “gesunden” Banken-Mix aus kleineren, mittleren und größeren Instituten. Er garantiert Wettbewerb und Stabilität des Bankensystems gegenüber den Unwägbarkeiten der Finanzmärkte.

Die Zahlen der vergangenen Jahre sind erschreckend. Von den 2400 Instituten, welche es im Jahr 2004 gab, musste sich bereits knapp ein Viertel verabschieden. Die Prognosen sind düster. Experten erwarten einen Rückgang der Bankeninstitute auf 150 bis 300 Banken bis zum Jahr 2030. Erst im November 2019 gab die Sparda Bank West bekannt, dass die Anzahl der Filialen durch Schließungen und Konsolidierungen halbiert werden soll. Dies ist aber nur einer von vielen dokumentierten Fällen des Bankensterbens. Bei der Sparkasse werden seit Jahren Filialen geschlossen und Stellen abgebaut. Bis 2021 wird erwartet, dass es knapp 50 % weniger Filialen der Sparkasse geben wird, als noch im Jahr 2014. Die Gründe für die Filialschließungen sind vielfältig. Die wichtigsten Entwicklungen schauen wir uns in den folgenden Abschnitten an.

Das Geschäftsmodell der Banken funktioniert im Niedrigzinsumfeld nicht

Eine Bank verdient ihr Geld mit Krediten und dem sogenannten Zinsdifferenzgeschäft. Eine Bank darf das zehnfache ihrer Sichteinlagen als Kredit verleihen. Auf diese verliehenen Kredite erhebt die Bank Zinsen und finanziert so Filialen, Mitarbeiter und Geldgeber. Im momentanen Niedrigzinsumfeld funktioniert dieses Modell allerdings nicht mehr. Aufgrund des hohen Wettbewerbs müssen die Banken extrem niedrige Zinsmodelle wählen, welche zum Teil kaum höher sind als die Inflation. Da die Filialmiete und die Gehälter der Mitarbeiter aber nicht mit den Zinserträgen schrumpfen, bekommen viele Banken ein nahezu unberechenbares Kostenproblem. Da man davon ausgehen muss, dass die Niedrigzinsphase noch einige Zeit anhält, müssen viele Banken sich verkleinern, um einen profitablen Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Die Dienstleistungen der Bank werden nicht mehr ausreichend genutzt

Banken verdienen ihr Geld natürlich nicht nur mit der Kreditvergabe. Geld abheben und Einzahlungen, Beratungen zu Bank – und Versicherungprodukten und Kontodienstleistungen gehören ebenfalls zum Geschäftsmodell. In diesen Bereichen haben die Banken aber in den vergangengen zehn bis zwanzig Jahren Konkurrenz bekommen. Während viele Institute die Digitalisierung verpasst haben, warten spezialisierte Start-Ups mit modernen und digitalen Lösungen auf, mit denen Banken einfach nicht mithalten können. So kommt es nicht selten vor, dass, trotz des reduzierten Filialangebots, kaum noch Beratungen stattfinden. Dieser Umstand macht die Beschäftigung der Mitarbeiter und die Existenz einiger Filialen überflüssig.

Innovative Modelle lösen das veraltete Konzept der Banken ab

Der berühmte Slogan “Wenns um Geld geht”, von einer großen Bank für Privatkunden, wird in Zukunft keine Gültigkeit mehr besitzen. Früher war es selbstverständlich, dass alles was mit Geld zu tun hatte bei der Hausbank abgewickelt wurde. Dank der Digitalisierung verspricht die generalisierte Position des Geldexperten jedoch keinen Erfolg für die Zukunft. Wer Versicherungen sucht, der findet im Internet unzählige günstige Vergleichsportale. Kreditunternehmen vergeben Kredite zu guten Konditionen an Kunden, die sie nie vorher gesehen haben. Kein Papierkram, keine Beratung und kein Verkauf. Wer fürs Alter vorsorgen oder Geld anlegen möchte, der muss nicht auf die, teilweise extrem teuren, hauseigenen Bankprodukte zurückgreifen, sondern kann sich von Maklern oder Mehrfachagenten beraten lassen, die eine breite Palette an Produkten in ihrem Sortiment haben. Die Digitalisierung bietet im Finanzbereich zwei entscheidende Vorteile.

Durch die Online Lösungen und den Datenaustausch kann der Kunde die Dienstleistungen viel transparenter, bequemer und zeitsparender beziehen, als es im alten Modell möglich wäre. Gerade beim Thema Geld möchten viele Menschen nicht viel Zeit und Gedanken investieren. Dadurch gibt es eine große Anzahl an Kunden, welche auf diese neuen Modelle anspringen. Die neuen Geschäftsmodelle sind außerdem mit viel geringeren Kosten verbunden. Man braucht weniger Mitarbeiter, weniger oder keine Filialen und bietet trotzdem einen besseren Service, da sich künstliche Intelligenzen mit den Problemen der Kunden beschäftigen, ohne dass diese das merken. In einigen Jahren wird man auf Banken zurückblicken und sich fragen, wie die Menschen es damals ohne digitale Lösungen ausgehalten haben.

Beispiele für Geschäftsmodelle, welche Banken überflüssig machen

N26

Das Start-Up N26 aus Berlin ist das größte und bekannteste digitale Konto. Das Motto des Unternehmens: Simpel und sicher durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz. N26 ist an sich ein ganz normales Girokonto, nur schneller, günstiger und unkomplizierter. N26 hat keine einzige Filiale und keinen beratenden Mitarbeiter. Das Unternehmen kommt mit gerade 1300 Mitarbeitern aus. Das Konto ist selbstverständlich kostenlos. Das Geschäftsmodell: Kontoführung per Smartphone. Man loggt sich per Face ID ein. Kein Passwort, kein TAN – Verfahren und keine Gefahr für die eigenen Daten. Man kann an beinahe allen Automaten in Deutschland kostenlos Geld abheben. Mit Blick auf Preise und Leistungen kann eine herkömmliche Bank hier einfach nicht mithalten. Check 24 Das Vergleichsportal

Check 24

hat sich in den vergangenen Jahren zu einem großen Player in der Versicherungsbranche entwickelt. Check 24 vergleicht zwar über Handytarife, Strom, Gas und Urlaub eine breite Palette an Produkten, für die Banken werden sie aber vor allem im Bereich der Versicherungen gefährlich. Weniger komplizierte Versicherungen wie die Haftpflichtversicherung, Reiseversicherung oder die Autoversicherung können hier unkompliziert und ohne großen Aufwand verglichen werden. Die Tarife sind bei gleicher Leistung oftmals günstiger, als die Angebote der hauseigenen Bank.

Finanzdienstleister mit breiter Produktauswahl

Die Zeiten, in denen man seine Finanzprodukte alle bei der Hausbank oder dem Versicherer des Vertrauens abgeschlossen hat, sind vorbei. Immer mehr Verbraucher erkennen, wie unrentabel klassische Geldanlagen wie Bausparverträge, Lebensversicherungen und das Sparbuch sind. Insbesondere in Zeiten der Niedrigzinsen sind Investments ein absolutes Muss. Um vernünftig investieren zu können, muss, neben dem sehr tiefen Wissen zum Thema, auch eine breite Auswahl an Investmentmöglichkeiten angeboten werden können. Klassische Banken und Versicherer beschränken sich dabei häufig auf hauseigene Produkte oder einen Partneranbieter. Moderne Finanzdienstleister, wie es auch die NFS ist, haben Private Banker, die den Kunden aus einer sehr breiten Palette an Investitionsmöglichkeiten auswählen lassen können.

Und an diesem Punkt kommen die heutigen Bankangestellten ins Spiel. Der gewohnte Job als Vermögensverwalter oder Fondsmanager ist vielleicht schon bald weg, weil das Unternehmen, für welches diese Leute arbeiten, dem Kostendruck nicht standhalten kann. Wie es danach für besagte Berufsgruppen weitergehen kann und wieso sich ein Wechsel in eine selbst bestimmte Zukunft auch schon jetzt lohnt, wird in den folgenden Abschnitten erläutert.

Warum ein vollständiger Berufswechsel nicht notwendig ist

Der Stellenabbau bei den großen Banken lässt zunächst auf einen Mangel an Nachfrage für die entsprechenden Dienstleistungen schließen. Das ist aber eindeutig nicht der Fall. Es gibt immer noch viele Menschen, die Beratung bei der Geldanlage, dem Immobilienkauf oder anderen finanziellen Themen brauchen. Die Finanzbranche und ihre Dienstleistungen sind weiter sehr gefragt, nur die alten Berufsbilder werden langsam abgelöst. Wer momentan noch als Fondsmanager oder Vermögensverwalter bei einem großen Unternehmen arbeitet, dessen Beruf ist schon bald nicht mehr gefragt. Das Wissen, die Expertise und die Erfahrung, welche diese Berufsgruppe mitbringt, wird aber weiterhin benötigt. Nur das Anwendungsgebiet wird sich ändern.

Das angeeignete Wissen als Berater einsetzen

In Zukunft wird es nicht mehr darum gehen, eigene Portfolios zu bauen, Recherche zu betreiben und Marktprognosen zu erstellen. Der Finanzdienstleister der Zukunft muss näher am Endkunden sein, da die vorher genannten Leistungen schon heute besser und effizienter von künstlicher Intelligenz erbracht werden können. Was künstliche Intelligenz aber nicht kann und vermutlich auch niemals können wird, ist das Erkennen und Bewerten von emotionalen Bedürfnissen der Endkunden und Verbraucher. Wenn es um das Thema Geldanlage, Vermögensaufbau oder Altersvorsorge geht, brauchen viele Menschen eine helfende Hand, einen Menschen dem sie vertrauen, der ihnen diese wichtigen Themen näher bringt. Ein guter Berater kann diese komplexen Themen so verpacken, dass der Kunde sie schnell versteht und im besten Fall sogar Spaß daran hat, darüber zu lernen. Arbeitnehmer, die aus der Finanzbranche kommen und dort schon über viele Jahre Erfahrung gesammelt haben, bringen diese Fachkenntnisse bereits mit, können sich direkt als Berater registrieren und ohne großen Aufwand ihre eigene Karriere in der Selbstständigkeit starten.

Welche Rahmenbedingungen gibt es für selbstständige Berater?

Wer den Bedarf für Veränderungen erkannt hat, dem stehen verschiedene Wege zur Auswahl, um in seine selbstständige Beraterkarriere zu starten. In den folgenden Abschnitten stellen wir die gängigsten Wege vor.

Ausschließlichkeits-Vermittler

Die erste Möglichkeit, die heute in Deutschland auch die ist, welche am häufigsten gewählt wird, ist die Tätigkeit als gebundener Vermittler. Der Unterschied zum Angestelltenverhältnis ist hier nur sehr gering. Am Ende darf man als gebundener Vermittler nur für eine Fondsgesellschaft oder, im Fall der Altersvorsorge, eine Versicherung arbeiten. Die Produktauswahl wird dadurch stark eingeschränkt. In vielen Fällen gehören die Kunden am Ende auch nicht dem Berater, sondern werden als Kunden der Fondsgesellschaft oder des Versicherers geführt.

Freier Fondsvermittler oder Makler

Als freier Vermittler oder Makler hat man wesentlich mehr Spielraum. Die Kunden gehören dem Makler und es herrscht ein hohes Maß an Selbstbestimmung. Es gibt keine Zielvorgaben und auch keine vorgegebene Produktauswahl. Der Makler kann frei entscheiden, wie er arbeiten möchte und welche Produkte und Anlagen er seinen Kunden empfehlen will. Der Rahmen des Maklers hat aber auch Nachteile. Viel Arbeitszeit geht bei Recherche und Analyse verloren. Der Markt für Geldanlagen und Altersvorsorge ist sehr groß und unübersichtlich. Wer sich aber nicht bestens auskennt, der wird möglicherweise nicht die idealen Anlagelösungen für seine Kunden finden. Und damit kommen wir auch schon zum zweiten Problem. Der Makler oder freie Vermittler haftet persönlich für eventuelle Beratungsfehler. Schlechte Recherche und unsaubere Auswahl der Geldanlageprodukte kann den Makler also teuer zu stehen kommen.

Tied Agent unter einem Haftungsdach

Das beste aus beiden Welten bekommt man unter einem sogenannten Haftungsdach. In diesem Rahmen ist man zwar offiziell auch gebunden, aber eben nicht an einen Anbieter oder eine Fondsgesellschaft, sondern an eben jenes Haftungsdach. Aber was genau sind die Vorteile dieses Rahmens?

1) Technische Unterstützung

Ein gutes Dach bietet dem tied Agent eine breite Palette an technischen Möglichkeiten und Apps, deren Nutzung als Makler oder Einzelunternehmer nicht finanzierbar wäre. Der technische Vorsprung kann dann dazu genutzt werden, dem Kunden bessere Leistungen zu bieten und sich einen Marktvorteil zu verschaffen.

2) Haftungsschutz und Recherche

Wer im Namen einer Dachgesellschaft arbeitet, der muss sich um seine Haftung als Berater keine Sorgen machen. Da die Recherche vom Dach betrieben wird und die Anlageempfehlungen offiziell eben auch von der Dachgesellschaft kommen, kann der tied Agent für eventuelle Fehler in seiner Beratung nicht belangt werden. Die zusätzliche Zeitersparnis, welche durch den ausgelagerten Rechercheaufwand entsteht, kann für weitere Beratungen und somit mehr Umsatz genutzt werden. Obwohl der tied Agent in diesem Fall nicht für seine Produktauswahl haftet, hat er, zumindest bei einem guten Anbieter, eine extrem große Auswahl an Produkten und Anlagemöglichkeiten, welche er seinen Kunden empfehlen kann.

3) Hohes Umsatzpotenzial und eigene Unternehmenswerte

Obwohl dem Berater so viel Arbeit erspart wird, gehören seine Kunden ihm in der Regel selbst. Er baut also echte Unternehmenswerte auf und kann durch die Betreuung der Kunden und die Prämie, welche er für diese bekommt einen dauerhaften Einkommensstrom generieren. Besonders im Vergleich zum Angestelltenverhältnis sind die Chancen auf ein hohes Einkommen in einem solchen Partnerverhältnis sehr gut.

Der Wechsel in ein selbst bestimmtes Arbeitsleben als Berater kann sich jetzt schon lohnen. Wer noch mit veralteten Modellen der großen Banken arbeitet, der sollte nicht warten bis er seinen Job verliert, sondern bereits jetzt die Augen nach Alternativen offen halten. Wer den Kontakt mit Menschen nicht scheut und Kunden im Einzeltermin begeistern und mitnehmen kann, dem stehen in der Welt der Beratung alle Türen offen.

Bildmaterial: Fotolia

 
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