Bankfilialen, auch 2017 das Sorgenkind

Auch im laufenden Jahr bleibt die Bankfiliale für klassische Institute gewissermaßen ein Sorgenkind. Angesichts des digitalen Wandels müssen die Geldhäuser bestehende Geschäftsstellen noch stärker fokussieren, denn bislang generieren sie bei hohen Kosten nur wenig ertragreiche Kundenkontakte.


Privatkunden präferieren die Bankfiliale

Einer aktuellen Studie des Beratungshauses Investors Marketing entsprechend werden Bankfilialen von privaten Kunden in allen Kaufzyklusphasen genutzt. Zum klassischen Banking wird die Filiale von 88 Prozent in Anspruch genommen, zur Finanzberatung zieht es gar 90 Prozent in eine Geschäftsstelle. Gleichwohl erwartet der BVR (Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken) einen weiteren Abbau der Bankfilialen. Die Institute müssen verbleibende Filialen auf die künftigen Anforderungen ausrichten. Das bedeutet für jede weiterhin bestehende Bankfiliale: Weg vom herkömmlichen Schalterbetrieb und hin zu einem kundenfreundlichen Angebot, welches auch digitale Dienstleistungen einbindet.

Die Bankfiliale der Zukunft soll produktiv sein

Banken arbeiten daran, ihre Geschäftsstellen auf unterschiedliche stationäre und mobile Dienstleistungen auszurichten, um damit mehr Kunden anzuziehen und Kosten zu senken. Die zukünftigen Filialen sollen ein besseres Beratungserlebnis bieten und mit intelligenter Technik ausgestattet, Kunden zum Verweilen animieren. In die Bankfiliale der Zukunft werden digitale Lösungen in verstärkter Form einziehen, gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung wichtiger Bestandteil der zukünftig verfolgten Mehrkanal-Strategie. Bei einigen der Geldhäuser wird die Filiale darüber hinaus zum regionalen Treffpunkt für Kunden.

Bankfilialen sollen den Ansprüchen der Kundschaft gerecht werden

Die Bankfiliale der Zukunft soll Kunden langfristig an ihr Institut binden, daher werden weiterhin komplexe Finanzprodukte und persönliche Beratung angeboten. Gleichzeitig müssen die Geschäftsstellen den steigenden Kundenerwartungen Rechnung tragen und in den Geschäftsräumen die Vernetzung aller modernen Kanäle des digitalen Zeitalters gewährleisten. In den Filialen wird es Möglichkeiten zum Selfservice ebenso geben wie Angebote zu Videoberatungen. Die Bankfiliale hat auch 2017 nicht ausgedient, ihre Anzahl wird bei vielen Instituten zwar deutlich verringert. Aber gleichzeitig mit einer Kombination aus Selbstbedienungs-und Beratungsbereich auf die neuen Anforderungen der Kunden ausgerichtet.

Ob klassische Institute sich auf Sicht wirklich gegen unabhängige Finanzberater durchsetzen können, darf bezweifelt werden. Insbesondere können engagierte, ehemalige Bankberater mit eine “Banklizenz” unter einem Haftungsdach viel geschmeidiger agieren.

Bildmaterial: ©rido/Fotolia

 
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