Beteiligungsform Windkraft

Für Anleger ist eine neue Beteiligung an Windkraft-Projekten immer problematischer, da die Regierung den Ausbau zukünftig reduzieren will. Der Grund: In norddeutschen Windparks produzierter Strom gelangt aufgrund fehlender Leitungen nicht zu den Abnehmern im Süden.


Bundesregierung begrenzt den Neubau von Windkraft-Anlagen

Wie aus einer Meldung der Bundesnetzagentur zu entnehmen ist, werden in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein künftig weniger Windparks als bisher errichtet. Der jährliche Anlagenneubau wird auf eine Maximalleistung von 900 Megawatt limitiert. Das Limit wird bereits mit 150 Windrädern durchschnittlicher Leistung erreicht. Des Weiteren begrenzt die Regierung den bundesweiten Ausbau der Windkraft ab 2017 auf jährlich 2.500 Megawatt, die dazu erforderlichen Windräder werden per Ausschreibung beim billigsten Anbieter beauftragt.

Negative Reaktionen an der Börse

Obgleich im Bericht betont wird, dass es für Verbraucher zu keinerlei Engpässen oder Preiserhöhungen käme, reagierten die Aktienmärkte im Segment Windkraft mit fallenden Notierungen. Die Wertpapiere bekannter Windturbinenhersteller büßten bis zu zwei Prozent ein.

Die Bundesnetzagentur begründet die Neuregelung mit fehlenden Stromtrassen vom windreichen Norden in die Industrieregionen der südlichen Bundesländer. Der Ausbau der Stromleitungen kommt aus mehreren Gründen nur schleppend voran. Zum einen fehlen die Mittel und zum anderen wehren sich in vielen Regionen Umweltschützer erfolgreich gegen eine weitere Verschandelung der Landschaft.

Das große Problem der Windkraft

Dort, wo Wind immer weht und zuverlässig Strom produziert, fehlt es an Großabnehmern aus der Industrie. In Regionen, wo Strom permanent benötigt wird, weht der Wind nur selten ausreichend. Die Bundesregierung hat sich ungeachtet der Unzulänglichkeit zum Ziel gesetzt, bis 2025 den Anteil an erneuerbaren Energien von derzeit 33 auf 45 Prozent zu erhöhen. Das geht jedoch nur mit enormen Investitionen in Trassen, welche letztendlich die Stromkosten für Verbraucher in die Höhe treiben.

Die Begrenzung der Neubauten soll zwar Mehrkosten vermeiden, sie führt aber in der Branche zu erheblichen Umsatzeinbußen, welche in Arbeitsplatzabbau münden können. Arbeitsplätze werden auch durch die Wahl des billigsten Anbieters gefährdet, weil dieser oft im Ausland ansässig ist und den niedrigen Preis mit geringer Qualität erzielt. Da die weitere Entwicklung äußerst schwierig prognostizierbar ist, verliert die Beteiligungsform Windkraft zunehmend an Attraktivität.

Bildmaterial: ©photographee-eu/Fotolia

 
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