Commerzbank Bilanz leidet unter Stellenabbau

Die von der EZB diktierten Niedrigzinsen rauben der Commerzbank ebenso wie anderen deutschen Instituten die Existenzgrundlage. Das Geldhaus reagiert mit massivem Stellenabbau und der hat negative Auswirkungen auf die Quartals-Bilanz.


Die Commerzbank muss sparen

Ursache dafür ist das dauerhafte Niedrigzinsniveau, welches von der Europäischen Zentralbank verordnet wurde. Dies tangiert alle deutschen Geldhäuser. Bei der Commerzbank wird die Herausforderung jedoch von spezifischen Problemen begleitet, unter anderem sind angesichts der Schifffahrtskrise einige Schiffskredite vom Ausfall bedroht. Außerdem wird das Bankengeschäft zunehmend digitalisiert, dem kostspieligen Trend kann sich die Commerzbank schon allein aus Wettbewerbsgründen nicht entziehen. Alle Gründe zusammen zwingen das Institut zu Sparmaßnahmen, welchen zahlreiche Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Knapp 10.000 Vollzeitstellen gestrichen

Bereits im Herbst 2016 kündigte die Commerzbank den Abbau von 9.600 Vollzeitarbeitsplätzen bis 2020 an. Das Geldhaus möchte sich unter sozial verträglichen Konditionen von seinen Mitarbeitern trennen und bildet deswegen Rückstellungen für Abfindungen. Diese Rückstellungen haben im zweiten Quartal 2017 ein Volumen von 810 Millionen Euro erreicht. Die Summe belastet zwar die Bilanz des Quartals, aber das Institut geht trotzdem von einem Gewinn für das Gesamtjahr aus. Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurden bereits 1.650 Mitarbeiter freigestellt, einige Angestellte kamen der Entlassung durch freiwillige Kündigung zuvor.

Langfristig schlechte Aussichten

Vor zwei Jahren konnte die Commerzbank noch einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro ausweisen. Im letzten Jahr sank der Profit auf knapp 280 Millionen Euro und 2017 verläuft das Tagesgeschäft von Deutschlands zweitgrößter Bank bislang enttäuschend. In dem wenig ermutigenden Umfeld plant die Geschäftsleitung, die Digitalisierung in Angriff zu nehmen. Vorstandschef Zielke kündigte, mit Fokus auf die völlig veraltete Bank-IT, einen radikalen Wandel an, der sehr viel Geld kosten wird.

Ihr Filialnetz wird die Commerzbank zwar weitgehend erhalten, die Zweigstellen sollen jedoch verkleinert und modernisiert, sprich digitalisiert werden. Mit den Maßnahmen will die Commerzbank ihre vergleichsweise hohen Kosten senken – jeder verdiente Euro erforderte bisher eine Aufwendung von 79 Cent.

Bildmaterial: solaris@fotolia

 
Deutscher Poolpreis 2019 – and the Winner is Netfonds!
 

DER FONDS professionell KONGRESS

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. kontakt@nfs-netfonds.de oder Kontaktformular.
Sie erreichen uns von
09:00 - 18:00 Uhr unter der:

040 8222 67 -240