Das richtige Informationsmanagement

Bei den Banken verändert der digitale Wandel das Informationsmanagement. Daten sammeln allein genügt nicht mehr, gefordert sind intelligente Bereitstellung und smarte Nutzung. Dazu bedarf es eine alle Institute einbeziehende Daten-Führung.


Kontinuierlich wachsende Datenmengen

Bereits heute wächst das Volumen der bei den Banken vorliegenden Daten um jährlich mehr als 20 Prozent. In immer größerer Geschwindigkeit werden elektronische Daten vielfältig erzeugt und verarbeitet. Big Data in der aktuellen Definition wird zukünftig zur Herausforderung, welche nur durch neue Ansätze bezüglich Bereitstellung und Nutzung effektiv gemeistert werden kann.

Die Lösung heißt modifiziertes Informationsmanagement mit Fokus auf die lebenszyklusbezogene, intelligente Datenbereitstellung. Das bedeutet einen permanenten Reinigungs- und Harmonisierungsprozess, bei welchem nur wirklich aktuell benötigte Daten übrig bleiben. Effektive Nutzung dieser bereinigten Smart Data sollen künstliche Intelligenz oder alternative Technologien ermöglichen.

Effizientes Informationsmanagement

Die Bereitstellung von Daten verursacht Kosten. Um diese Kosten möglichst gering zu halten, sollen nur tatsächlich benötigte Daten bereitgestellt werden. Gleichzeitig soll bei effizient gemanagten Informationen niemand unnötig lange auf benötigte neue Daten warten müssen. Es muss also ein gut ausbalanciertes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen erreicht werden.

Ist das Datenangebot zu groß, sinkt gemäß den Regeln bezüglich Angebot und Nachfrage der Preis und es wird eine kostenpflichtige Verwahrung erforderlich. Banken können ihre Kosten mit Smart Data und effizientem Management niedrig halten.

Richtiges Informationsmanagement umfasst drei wesentliche Aspekte

Kontinuierlich gesammelte Daten müssen aufbereitet und intelligent bereitgestellt werden. Sinnvolles Informationsmanagement basiert daher auf:

  • Gesamtheitliche Daten-Führung.
  • Bereitstellung von aktuell benötigten Daten.
  • Effektive Datennutzung.

Die gesamtheitliche Daten-Führung legen verbindlich die Daten-Eigentümer fest. Sichergestellt wird dadurch die auf Vorgaben ausgerichtete Bewirtschaftung von elektronischen und physischen Daten. Die intelligente Datenbereitstellung beginnt bei der Erzeugung und endet nach Speicherung und Standardisierung mit der Datenlöschung.

Banken nutzen bereitgestellte Daten effektiv für ihre Geschäftsprozesse und halten dabei rechtliche Vorgaben ein. Jedes Institut muss angesichts der komplexen Aufgaben einen Daten-Fahrplan entwickeln, welcher geeignete Maßnahmen zur Qualitätssicherung enthalten sollte.

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