Der Zeitgeist fordert Transparenz

Institutionelle Investoren wie Kommunen, Verbände und Kirchen finden zwar genügend Investmentfonds mit der im Namen verankerten Bezeichnung “Stiftung”, die sind den überwachenden Aufsichtsbehörden jedoch oft nicht transparent genug.


Durch mehr Kontrolle dem Zeitgeist entsprechen

Das Innenministerium des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen möchte bei Gemeinden und Ortsverbänden eine ordnungsgemäße Haushaltswirtschaft gewährleistet wissen. Dazu soll die Anlage von Kapital (Steuergeld) ebenso sachgerecht kontrolliert und überwacht werden wie zur Geldanlage beauftragte Personen (Fondsmanager). Derartige Kontrollen werden seit Langem einmal pro Jahr durchgeführt, das genügt jedoch dem Ministerium nicht mehr. Die Überwachung soll künftig regelmäßiger, an die örtlichen Verhältnisse angepasst sowie dem modernen Verlangen nach Information und Transparenz entsprechend erfolgen.

Sicherheit bei der Entscheidung

Teilweise institutionellen Investoren fehlen bei der Entscheidung für einen Fonds oft Informationen zur detaillierten Verwendung des treuhänderisch investierten Kapitals. Dazu zählen unter anderem:

– Hält der Emittent die Anlagerichtlinien ein?
– Passen Qualität und Funktionsfähigkeit der Produkte?
– Wie werden Wertuntergrenzen eingehalten und Nachhaltigkeitskriterien umgesetzt?
– Wodurch werden die Quoten von Aktien und Renten gesteuert?

Diese Informationsdefizite sollen durch regelmäßige Kontrollen von Kapitalanlagen und involvierte Personen durch die Aufsichtsbehörden ausgeglichen werden. Nicht zuletzt könnten derartige Defizite bei den Verantwortlichen zu Entscheidungen gegen Investments führen, weil damit eventuell straf-, arbeits- und zivilrechtliche Haftungskonsequenzen verbunden sind.

In Bezug auf Transparenz zertifizierte Fonds

Die dem Zeitgeist entsprechende Transparenz kann zwar Informationen sichtbar machen, die nicht in der Fonds-Broschüre enthalten sind. Ob für teilweise institutionelle Anleger damit das Risiko der Geldanlage entscheidend minimiert wird, bleibt jedoch fraglich.

Die Entwicklung eines Investmentfonds ist in erster Linie vom Markt abhängig, auch talentierte Fondsmanager haben bei plötzlichen Turbulenzen nur wenige Möglichkeiten. Ob der Fonds im Fall einer Talfahrt Transparenz-Zertifiziert ist oder nicht, hat keinerlei Einfluss auf die Performance.

Das moderne Verlangen nach Transparenz wird allerdings vom digitalen Wandel befeuert. Dank der Digitalisierung sind Informationen zu Privatpersonen und Arbeitnehmern ebenso leicht generierbar wie zu Investoren und Anlageprodukten.

Bildmaterial: phongphang5922@fotolia

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