Deutsche Bank muss wieder mal zahlen

Einmal mehr muss die Deutsche Bank mit einer dreistelligen Millionensumme für Sünden in der Vergangenheit büßen. Ebenso wie die Barclays und die HSBC soll das Institut jahrelang den Euribor manipuliert haben.


Die Deutsche Bank wird stärker als andere Geldhäuser zur Kasse gebeten

In einem Sammelverfahren vor dem zuständigen Bundesgericht in Manhattan wurden vor wenigen Tagen alle drei Banken zum Vorwurf, den Referenzzinssatz Euribor manipuliert zu haben, gehört. Das Verfahren endete für die Beschuldigten in Vergleichen, demnach muss die Deutsche Bank 170 Millionen Dollar entrichten, wobei die Zustimmung des zuständigen Richters allerdings noch aussteht. Genehmigt hat das Gericht bereits die Vergleichszahlungen der Barclays Bank mit 94 Millionen Dollar und der HSBC über 45 Millionen Dollar.

Sechs Jahre Manipulation am Referenzzinssatz Euribor

Unter dem Euribor ist ein durchschnittlicher Zinssatz zu verstehen, zu welchem sich die Banken Europas in Euro notierende Anleihen gewähren. Die Höhe dieses Zinssatzes wird anhand aktueller Angaben der Institute täglich neu berechnet, auf seiner Grundlage werden unter anderem die Zinsen für Spareinlagen und Hypotheken festgelegt. Die drei Geldhäuser sollen aus eigenen finanziellen Interessen den Euribor zwischen 2005 und 2011 zu ihren Gunsten manipuliert, und damit gegen amerikanisches

Kartellrecht verstoßen haben.

Die Deutsche Bank muss enorme Summen für Rechtsstreitigkeiten ausgeben
Die Europäische Kommission hatte das führende Institut Deutschlands bereits 2013 im Fokus, damals ging es ebenfalls um die Manipulation von Zinsen, die eigentlich im täglichen Wettbewerb fixiert werden sollen. Vor vier Jahren wurde der Bank das Manipulieren des Euribor sowie dessen internationalem Gegenstück Libor in Beteiligung vorgeworfen. Die Anschuldigung endete mit einem Vergleich, der das Institut 725 Millionen Euro kostete.

2015 kam es erneut in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien zu Manipulationsvorwürfen beim Libor. Beide Verfahren resultierten für das Geldhaus in Zahlungen von insgesamt 2.5 Milliarden Dollar. Mit dem jüngsten Vergleich, dessen richterliche Genehmigung noch aussteht, hat die Deutsche Bank seit 2012 annähernd 15 Milliarden Euro für gerichtliche Auseinandersetzungen ausgegeben.

Bildmaterial: strangeways70@fotolia

 
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