Deutsche Bank und UBS reden schon lange miteinander

Der Deutschen Bank liegt seit Langem an einem Zusammenschluss, aus welchem ein konkurrenzfähiges Rieseninstitut entsteht. Die Commerzbank war nicht der einzige Wunschpartner, parallel liefen auch Gespräche mit dem Schweizer Geldhaus UBS.


Intensive Verhandlungen – keine verwertbaren Ergebnisse

Die Gespräche mit der Commerzbank verliefen ebenso zielgerichtet wie mit der UBS. Während die Sondierungen der Deutschen Bank mit dem zweitgrößten Geldhaus von den Medien verfolgt und kommentiert wurden, geschahen die Verhandlungen mit der Schweizer Bank eher im Verborgenen. Einig wurde das erste Haus Deutschlands mit keinem Wunschkandidaten. Die zielgerichtet geführten Verhandlungen resultierten angesichts unüberwindbarer Hindernisse in Sackgassen. Eine Fusion mit der Commerzbank ist bereits vom Tisch. Ob mit dem größten Institut der Schweiz weiterverhandelt wird, kann mangels Information weder verneint noch bestätigt werden.

Zwei gefallene Riesen

Der Blick auf den Chart im richtigen Zeitintervall sagt mehr als langatmige Erklärungen. Bei der Deutschen Bank kam es innerhalb von fünf Jahren zu einem rasanten Kursverfall. Im Dezember 2014 notierte die Aktie des führenden Geldhauses noch bei 27,69 Euro, bis Ende August 2019 wurden daraus 6,37 Euro.

Nur wenig besser sieht es beim Schweizer Wunschpartner UBS aus. Im Juli 2015 mussten für die Aktie der Bank noch 18,47 Schweizer Franken bezahlt werden, vor wenigen Tagen war sie für 9,94 Franken zu haben.

Beide Institute werden seit Jahren aufwendig umstrukturiert und suchen ihre Plätze an den internationalen Finanzmärkten. Momentan handelt es sich bei den Häusern um gefallene Giganten, denen das Aufstehen schwerfällt.

Warum das Fusionsbestreben?

Kommuniziert wird dazu die schwierige Situation aus der bislang unverdauten Finanzkrise vor 10 Jahren im Einklang mit versäumter Bilanz-Bereinigung. Bei der Deutschen Bank sind es vermutlich eher die verlustreichen Geschäfte auf dem internationalen Investment-Parkett und hohe Strafen der Aufsichtsbehörden. Zu den Vorbelastungen kommen die Auswirkungen einer schädlichen EZB-Geldpolitik, dauerhaft niedrige Zinsmargen ermöglichen keinen soliden Neuanfang. Zudem träumen die Entscheider der Deutschen Bank seit Langem von einem EU-Staat mit wenigen Großbanken. Um zu diesen Häusern zu gehören, reicht die eigene Kraft nicht und daher wird Größe durch Fusion angestrebt.

Bildmaterial: momius-fotolia

 
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