Deutsche Bank verliert in 2018 rund 60 Prozent

Die Deutsche Bank schließt das Jahr 2018 mit schwindendem Anleger-Vertrauen ab, der Aktienkurs notiert bei einem historischen Tief. Schuld sind neben dem andauernden Niedrigzinsniveau in der Euro-Zone viele hausgemachte Probleme.


60 Prozent des Marktwerts eingebüßt

Seit Anfang des Jahres ist der Aktienkurs der Deutschen Bank um etwa 60 Prozent gefallen. Allein am letzten Handelstag gab die Notierung um drei Prozent nach. Mittlerweile notiert die Aktie wieder bei 6.71 Euro, zuvor war sie auf den absoluten Tiefststand von 6.68 Euro gefallen. Experten auf dem Parkett raten fast einheitlich zum Verkauf, weil sie in absehbarer Zeit keinerlei wirtschaftliche Erholung für die größte Bank Deutschlands erwarten. Von der EZB ist zudem keine Änderung der Geldpolitik in Aussicht gestellt.

Steigende Zinsen in weiter Ferne

Die Deutsche Bank benötigt dringend eine Belebung ihres Kerngeschäfts durch steigenden Leitzins. Den verweigert die EZB jedoch weiterhin aufgrund drohender Konjunktur-Abkühlung und politischer Unsicherheiten. Wie sehr eine Anhebung des Leitzinses helfen könnte, wird an der Entwicklung der Banken in den Vereinigten Staaten deutlich. Die US-amerikanischen Institute kommen mittlerweile wieder auf eine Eigenkapitalrendite von durchschnittlich 15 Prozent. Die Häuser in der Euro-Zone sind mit acht Prozent weit davon entfernt. Anleger fokussieren bei Bank-Aktien das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Auch hier animiert der Durchschnittswert bei US-Banken von 1,1 eher zu Investments als die Kennzahl für EU-Häuser von 0,6 Punkten. Selbst davon ist die Deutsche Bank mit 0,2 Zählern weit entfernt.

Hausinterne Probleme verschlechtern die Lage

Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,2 animiert die Deutsche Bank keine Anleger zu Investitionen. Die Situation wird jedoch weiter verschlimmert, weil das Haus immer wieder in neue Skandale verwickelt ist. Im November durchsuchten Polizei und Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume in Frankfurt aufgrund des Verdachts der Geldwäsche. Einen Monat später gab es Gerüchte aufgrund vermutlicher Absprachen bei Anleihe-Geschäften. Anleger verlassen zudem das sinkende Schiff, weil es dem neuen Chef des Vorstandes wahrscheinlich nicht gelingen wird, die Deutsche Bank aus der Krise zu führen.

Bildmaterial: strangeways70@fotolia

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