Deutsche Bank: Weltgrößtes Derivatehaus

Als weltweit größtes Derivate-Haus hält die Deutsche Bank diese riskanten Papiere in einer Größenordnung von 46 Billionen Euro. Um die Bedrohung zu minimieren, will das Haus um 20 Prozent schrumpfen.


2016 war ein Jahr voller Herausforderungen

Anleger misstrauten im Februar der Finanzkraft des Geldhauses, obgleich der Finanzminister der Deutschen Bank sein Vertrauen aussprach. Im Anschluss definierte der IWF im Einklang mit den Medien das Haus als die global gefährlichste Bank. Als die US-Behörden im September 14 Milliarden Dollar von der Deutschen Bank verlangten, stand ohne staatliches Eingreifen die Existenz des Instituts auf dem Spiel.

Seither kämpft die Bank um ihren guten Ruf, wobei es ständig um die Zahl 46 Billionen Euro geht. Die Summe steht für das Volumen an Derivaten in den Büchern des Geldhauses. Die Angst davor ist immens, weil den meisten Menschen die Risiken dieser Papiere nur ansatzweise bekannt sind. Ängstliche Kunden und Geschäftspartner könnten ihre Gelder abziehen und damit zum Ende der Bank beitragen.

Seit der Jahrtausendwende im Derivate-Geschäft aktiv

Im Jahr 2000 lag der Bestand an Derivaten noch bei einer Summe von 11 Billionen Euro. Danach begann allerdings auch die Deutsche Bank mit der Spekulation, in deren Folge die Derivat-Geschäfte förmlich explodierten. Zum weltgrößten Derivate-Haus wurde das Institut 2011 mit einem Maximalbestand von knapp 60 Billionen Euro. Seit 2013 stellen Kritiker die Frage in den Raum, ob der Deutschen Bank eine ähnliche Pleite wie 2009 der Lehmannbank bevorsteht.

Derivate-Bestand verringern

Die Deutsche Bank will sich von einigen Geschäften trennen, andere Transaktionen zusammenlegen und den Bestand insgesamt abschmelzen lassen. Das Haus folgt damit einem globalen Trend: Weltweit gab es 2008 Derivate für 700 Billionen Dollar, die Summe reduzierte sich bis Ende 2015 auf 493 Billionen. Bei der Deutschen Bank dient dieser Bestandsabbau der optimalen Absicherung verbleibender Geschäftssparten. Die Bank möchte um 20 Prozent kleiner werden, die derzeitige Bilanzsumme von 1.354 Billionen Euro soll innerhalb von drei Jahren auf 1.1 Billionen schrumpfen.

Bildmaterial: ©strangeways70/Fotolia

 
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