Die BaFin beaufsichtigt den Finanzmarkt

Die in Frankfurt und Bonn ansässige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) untersteht als eigenständige öffentlich rechtliche Anstalt dem Bundesministerium für Finanzen. Als Finanzmarktaufsichtsbehörde überwacht und kontrolliert sie in Deutschland alle Sektoren des Finanzwesens.


Die Ziele der BaFin

Die vorrangige Aufgabe der Finanzdienstleistungsaufsicht ist, in der Bundesrepublik ein ebenso stabiles wie vertrauenswürdiges Finanzsystem sicherzustellen. Stabilität, Vertrauen und faire Handelsbedingungen werden durch Kontrolle und Beaufsichtigung erreicht. Versicherungsnehmer, Bankkunden und Anleger müssen sich auf ein korrektes deutsches Finanzsystem verlassen können. Daher liegen weitere Aufgaben der Aufsicht in der Verhinderung von Marktmanipulationen, Insiderhandel, Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Bundesanstalt fokussiert die Risiken auf nationaler und internationaler Ebene.

Die BaFin in ihren Operationsbereichen

Die Kontrollbereiche der Finanzdienstleistungsaufsicht teilen sich in die Sektoren Wertpapiere, Banken, Versicherungen und innere Verwaltung auf. Die Bundesanstalt beaufsichtigt somit Finanzdienstleister, Kapitalanlagegesellschaften, die Assekuranz, deutsche Fonds und Kreditinstitute. Darüber hinaus engagiert sich die BaFin bei Börsengängen und bei Übernahmen von börsennotierten Firmen. Dabei überwacht sie insbesondere Börsenprospekte und Pflichtmeldungen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befindet sich seit der letzten Finanzkrise in einer gestärkten Position, aus welcher sie zunehmend direkten Einfluss auf die Kapitalmärkte ausübt. Ein nennenswerter Aspekt ist in diesem Kontext das Untersagen von Leerverkäufen.

Allgemeine Informationen zur Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Grundlage zur Gründung der Bundesanstalt war das Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz FinDAG. Am ersten Mai 2002 kam es zur Zusammenlegung der Aufsichtsämter für Wertpapierhandel BAWe, Kreditwesen BAKred und Versicherungen BAV. Aus den drei Bundesaufsichtsämtern entstand die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin, damit sollten Aufsichtslücken und Kompetenzüberschneidungen vermieden werden. Des Weiteren wird von der zusammengelegten Aufsicht erwartet, dass sie Verflechtungen an den Kapitalmärkten vollständig erfasst und die damit verbundenen Gefahren effizient bekämpft.

Die BaFin beschäftigt an beiden Standorten insgesamt 2.400 Mitarbeiter. Sämtliche Kosten werden einerseits durch Handlungs-Gebühren und andererseits durch die beaufsichtigten Unternehmen und Institute beglichen. Seit zwei Jahren entzieht die Aufsichtsinstitution der EZB der Bundesanstalt die unmittelbare Kontrolle über als systemrelevant eingestufte Banken, gleichwohl verbleiben 1.700 Institute im direkten Aufsichtsbereich der Behörde.

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