Die Waffen der Zentralbanken sind stumpf

Große westliche Zentralbanken agieren unabhängig und regulieren die Geldmenge der Vereinigten Staaten und der Eurozone. Seit der Finanzkrise sind die regulierenden Mechanismen wirkungslos, FED und EZB haben keine Spielräume mehr.


Trumps Zwist mit der FED

Seit Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, befindet sich die Wirtschaft im Aufschwung. Die FED erhöhte daraufhin mehrmals den Leitzins, um über staatliche Kreditaufnahmen von der Entwicklung zu profitieren. Dem hohen Leitzins entsprechend stiegen die Zinsen für Unternehmensdarlehen und dieser Aspekt droht den Aufschwung zu gefährden. Präsident Trump forderte die FED mehrmals zur Senkung des Leitzinses auf. Heraus kam eine minimale Senkung von 2,50 auf 2,25 %. Offenbar will die FED die Wiederwahl von Trump im kommenden Jahr erschweren, indem sie die Wirtschaft ausbremst. Daran wird die große Macht der Zentralbanken in der westlichen Welt ersichtlich, doch den Waffen fehlt es mittlerweile an Schärfe.

Alles Pulver bereits verschossen

Bevor Mario Draghi als EZB-Chef ausscheidet, wird er wahrscheinlich noch einmal in die Trickkiste der Geldlockerungspolitik greifen. Der Leitzins ist bereits bei null und könnte weiter in den negativen Bereich verschoben werden. Banken müssten dann für ihre Einlagen bei der EZB noch mehr Strafgebühren bezahlen. Ansonsten bleiben Draghi nicht mehr viele Möglichkeiten, vielleicht die Wiederaufnahme des Anleihenkaufs oder den Erwerb von Unternehmensanleihen. Experten stellt sich bei diesen Optionen die Frage nach dem Sinn. Eine eventuell drohende Rezession kann nicht durch Drehen an der Geldschraube oder expansive Maßnahmen abgewendet werden, um was geht es also?

Initiiert die EZB einen Währungskrieg?

Unwahrscheinlich, denn die EZB ist mit der FED wirtschaftlich enger verflochten als viele wahrhaben wollen. Es geht eher darum, in den Zeiten offensichtlich versagender Waffen das Gefühl von kompetenter Autorität aufrechtzuerhalten. Bei der FED wird bereits heute an die Zeiten nach Donald Trump gedacht und die Tage von Mario Draghi bei der EZB sind gezählt. Mit Frau Lagarde geht die lockere Geldpolitik vermutlich in eine neue Runde.

Bildmaterial: CPN-fotolia

 
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