Digitalisierung führt zu Rationalisierung

Die Digitalisierung ermöglicht den Banken, ihre Kosten dauerhaft zu senken. Die Institute fokussieren derzeit vor allem eine Computertechnik namens Blockchain, welche die Gebühren sämtlicher Bankgeschäfte um 20 Prozent verringern könnte.


Der Schlüssel zur Kostenersparnis

Die führenden deutschen Finanzkonzerne erforschen derzeit fieberhaft die neue Blockchain-Technologie, weil sie darin erhebliches Einsparpotenzial vermuten. Es handelt sich dabei um eine im Detail schwer verständliche Computertechnik, bei welcher jeder Datensatz innerhalb kürzester Zeit transparent unter den Beteiligten austauschbar ist. Die Blockchain-Technik soll bereits in fünf Jahren bei Kontoführung und Hypothekenverträgen zu etwa 20 Prozent niedrigeren Kosten führen.

Smart Contracts statt Verträge auf Papier

Experten sehen erhebliche Kostenvorteile für die Banken, wenn sie Verträge als Computerprogramme konzipieren, und nicht mehr wie bisher in allen Details auf Papier festhalten. Dieses als Smart Contract bezeichnete Computerprogramm zahlt selbstständig beispielsweise Darlehenssummen aus, sobald die Voraussetzungen vom Vertragspartner erfüllt sind. Handelt es sich dabei um einen Hypothekenvertrag, entfiele das Drucken von Gutachten und Dokumentation auf Papier, weil beides automatisch vom Computersystem überprüft würde. Fachleute sind der Ansicht, dass die Banken ihren Verwaltungsaufwand mit Smart Contracts um bis zu 10 Milliarden Euro senken könnten.

Digitale Verträge führen zur Freistellung von Bankmitarbeitern

Bislang werden Verträge bei Banken noch von Mitarbeitern manuell gestaltet und abgewickelt. Die Institute geben dabei einen Großteil der Personalkosten an die Verbraucher weiter. Wenn digitale Verträge die klassische Variante ersetzen, könnte der bislang geplante Stellenabbau noch umfangreicher ausfallen. Mit der Technik vertraute Experten glauben, dass die Blockchain Technologie mitsamt Smart Contracts weitgehend erforscht ist. Sie wird, Akzeptanz bei den Verbrauchern vorausgesetzt, das gesamte Vertragswesen bis 2020 umwälzen. Bis dahin gilt es jedoch, die Kunden von den in Aussicht gestellten geringeren Kosten, niedrigeren Risiken und gestiegener Effizienz zu überzeugen.

Bislang ist noch nicht klar, ob die Banken einen Teil der eingesparten Kosten an ihre Kunden weitergeben, bei einem durchschnittlichen Hypothekenvertrag beträgt das Einsparpotenzial immerhin gut 850 Euro.

Bildmaterial: ©rawpixel-com/Fotolia

 
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