Digitalisierung vernichtet jeden dritten Bankarbeitsplatz

Die in Windeseile fortschreitende Digitalisierung wird in allen wirtschaftlichen Bereichen zahllose Jobs kosten und nur wenige neue Arbeitsplätze hervorbringen. In der Bankenbranche ist nach aktuellen Erkenntnissen jeder dritte Mitarbeiter betroffen.


Banken lassen Arbeiten zunehmend von Maschinen erledigen

Wie aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey hervorgeht, sind selbstständig agierende Maschinen und entsprechende Computerprogramme mittlerweile sehr günstig. Immer mehr Banken setzen diese kognitiven Technologien im täglichen Geschäft ein. Damit werden zahlreiche Mitarbeiter freigestellt, die im günstigsten Fall anderweitige Aufgaben übernehmen könnten. In der Praxis werden jedoch weit weniger Angestellte für “hochwertigere Aufgaben” benötigt, als gleichzeitig von Entlassung bedroht sind. Die McKinsey-Studie sieht jeden dritten Arbeitsplatz bei amerikanischen Banken mittelfristig bedroht.

Der Bankmitarbeiter wird überflüssig

Klassische Bankberater werden schon jetzt bei online agierenden Instituten von automatisierten Programmen in die Arbeitslosigkeit getrieben. Noch sind die Beratungsmodelle schlicht und berücksichtigen nur die wichtigsten Faktoren, aber der Fortschritt ist auch hier unübersehbar. Darüber hinaus übernehmen Maschinen immer mehr Aufgaben in der Daten-Verwaltung und erobern schrittweise jeden Sektor im Bankgeschäft. Die Studien-Autoren wollen allerdings erkannt haben, dass Unternehmen im digitalen Wandel keine Angestellten entlassen würden. Angeblich würden die von manueller Tätigkeit befreiten Mitarbeiter in anderen Segmenten dringend gebraucht. Zumindest bei den international operierenden Geschäftsbanken sieht die Wirklichkeit jedoch anders aus.

Kosten senken mit digitalem Wandel

Den großen Geschäftsbanken kommt der digitale Wandel sehr gelegen, weil sie angesichts anhaltend niedriger Zinsen sinkende Einkünfte bei gleichbleibenden Kosten haben. Diese Gefahr hat die Investmentbank Goldman Sachs bereits vor Jahren erkannt und dementsprechend reagiert. Seit 2011 musste jeder zweite Banker im Wertpapierhandel seinen Job aufgeben, nur wenig besser sieht die Lage im Segment Devisenhandel aus. Neue Arbeitsplätze sind bei Goldman Sachs durch die Digitalisierung hingegen nicht entstanden.

Das Teuflische an der Digitalisierung ist zudem, dass ihr nicht verfallene Banken unweigerlich auf der Strecke bleiben. Für bedrohte Banker gibt es jedoch eine reale Chance: die Selbstständigkeit.

Bildmaterial: phongphan5922@fotolia

   FONDS professionell    KONGRESS 2019 am 30. und 31.    Januar 2019    Lernen Sie uns    persönlich kennen!


Jetzt Ticket sichern und mehr erfahren
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. kontakt@nfs-netfonds.de oder Kontaktformular.
Sie erreichen uns von
09:00 - 18:00 Uhr unter der:

040 8222 67 -240