Ehemalige Mitarbeiter werden zur Konkurrenz

Die Privatbank Berenberg hat acht Mitarbeiter verloren, die jetzt als Mitbewerber gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber auftreten. Sie gründeten eine eigene Vermögensverwaltung und geben für die künftige Selbstständigkeit spezielle Motive an.


Nicht jedem gefallen die Umstrukturierungen

Die innerhalb der letzten zwei Jahre umgebaute Vermögensverwaltung des Hamburger Bankhauses Berenburg findet nicht bei allen Mitarbeitern Akzeptanz und hat mehrere Banker zur Kündigung veranlasst. Acht Ex-Angestellte nutzten die Gelegenheit zur Gründung einer eigenen Firma, die Dienstleistungen rund um die Vermögensverwaltung in unmittelbarer Nähe zum alten Arbeitsplatz offeriert.

Berenburg reagierte mit der Umstrukturierung auf die schlechte Performance der letzten Jahre. Vor allem von der Deutschen Bank kommende neue Mitarbeiter sollen der hauseigenen Vermögensverwaltung wieder zum Erfolg verhelfen.

Neue Ausrichtung mit Skepsis betrachtet

In der Vermögensverwaltung der Privatbank Berenburg sollen künftig mehr Fondsmanager mit aktiven Engagement die Entwicklung von Aktienfonds beeinflussen. Ziel sei, den Kunden eine verbesserte Ertragslage zu bieten. Dass sich Managerentscheidungen immer positiv auf die Renditen auswirken, wird jedoch von vielen Mitarbeitern bezweifelt. Etliche qualifizierte Banker wollten nicht an der neuen Ausrichtung teilhaben und entschieden sich zur Kündigung. Sie begründeten die Entscheidung einerseits mit Kritik am alten Arbeitgeber, andererseits haben sie nun die Möglichkeit zur Verwirklichung eigener Interessen.

Vorreiter eines neuen Trends

Die acht Gründer sehen auf Deutschland eine kundenfreundliche Entwicklung zukommen. Bislang arbeiten hierzulande 90 Prozent aller Vermögensverwalter für Geldhäuser. Sie sind durch bankinterne Vorgaben eingeschränkt und daher wenig erfolgreich. Auf internationaler Ebene wird jedoch immer mehr nach einer von Interessen freier Vermögensverwaltung verlangt und die kann nur durch Unabhängigkeit von den Banken verwirklicht werden.

Unabhängige Vermögensverwalter können in den USA und in Großbritannien auf beste Performance verweisen. Zudem fördert aus Sicht der Firmengründer zunehmend straffe Regulierung die Erfolgschancen. Weil die selbstständigen Vermögensverwalter den weltweit festzustellenden Trend bald in Deutschland erwarten, haben sie sich zur Selbstständigkeit entschlossen. Sie stützen sich dabei auch auf Studien, die belegen, dass unabhängige Manager auf lange Sicht erfolgreicher sind.

Bildmaterial: solaris-fotolia

 
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