Finanzdienstleister oder Technologieunternehmen?

Banken sollten zwar sinnvolle Technologien einsetzen, aber mit ihren Kunden verbundene Finanzdienstleister bleiben und keinesfalls die Wandlung zu finanztechnischen Unternehmen vollziehen. Diese Ansicht setzt sich von Ideen begleitet, zunehmend durch.


Viele Banker stellen sich die falsche Frage

In nicht wenigen Häusern wird an die zeitnahe Transformation zum Technologieunternehmen gedacht. Die Wandlung erscheint unverzichtbar, um die digitale Herausforderung zu meistern und um gegenüber neu auftauchenden Konkurrenten wie Amazon, Google oder Apple zu bestehen. Renommierte Experten sehen darin eine verhängnisvolle Entwicklung, vor allem dann, wenn der technologische Wandel reiner Selbstzweck ist und den Kunden, außer Acht lässt. Banker sollten sich daher besser fragen, wie sie den Anforderungen der Kunden unter erschwerten Wettbewerbsbedingungen gerecht werden.

Finanzdienstleister im Dienst am Kunden

Technologie sollte beispielsweise dazu genutzt werden, Kunden den Zugang zu Bank-spezifischen Dienstleistungen bequemer und einfacher zu gestalten. Es darf dabei nicht um entweder oder gehen, sondern um eine Ergänzung der bestehenden Kontaktpunkte. Informationen über Kunden sollten sicher im Haus verwahrt und keinesfalls an externe Partnerunternehmen zur Verarbeitung ausgelagert werden. Jeglicher Einsatz von Technologie sollte das Banking für Kunden vereinfachen und die Aufgaben der Mitarbeiter erleichtern. Wie das Bankgeschäft der Zukunft aussehen könnte, wird kontrovers diskutiert, es überwiegt jedoch die Meinung, dass Banken als Finanzdienstleister in erster Linie für ihre Kunden da sein müssen.

Die Loyalität der Kundschaft ist ein kostbares Gut

Die Treue der Kunden darf nicht durch digitale Experimente riskiert werden, denn sie ist für jede Bank von allergrößter Wichtigkeit. Loyalität entsteht beim persönlichen Kontakt mit Mitarbeitern und Beratern, sie schwindet durch geschlossene Filialen und den alternativen Einsatz von Stützpunkten mit ausschließlicher Selbstbedienung.

Anlageempfehlungen mithilfe von Algorithmen zu treffen, ohne die individuellen Bedürfnisse des dahinterstehenden Menschen zu berücksichtigen, schafft Misstrauen und führt zu schwindender Verbundenheit. Ein gewisses Maß an Digitalisierung ja, aber nur als Hilfsmittel bei der Verwaltung oder der Beratung von Angesicht zu Angesicht.

Finanzdienstleister sollten von der Mutation zu Technologieunternehmen absehen und die Kundschaft wieder in den Mittelpunkt ihrer Geschäftspolitik stellen. Sie riskieren ansonsten den kostbarsten Besitz überhaupt, die bislang immer noch vorhandene Loyalität.

Bildmaterial: phongphang5922-fotolia

 
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