Führungsproblem bei der Deutsche Bank AG

Sinkende Handelserträge, veraltete IT und eine Verlustwarnung zu Jahresbeginn resultieren bei der Deutschen Bank AG in einem Führungsproblem. John Cryan steht in der Kritik und kann Schlimmeres nur mit optimalen Quartalszahlen verhindern.


Unangenehmes Weltwirtschaftsforum in Davos

John Cryan wird das Zusammentreffen der Vorstandschefs internationaler Banken nicht so genießen können wie seine Kollegen. Denn er trifft dort auch die Investoren der Deutschen Bank und denen muss er den dritten Jahresverlust in Folge verkünden beziehungsweise erklären. Wenn Cryan wie vertraglich geregelt, bis 2020 Vorstandschef bleiben will, muss er vermutlich einen Plan zur Lösung aller Probleme von Deutschlands größtem Institut vorlegen. Andernfalls könnte die Führungsdebatte erneut entflammen.

Letzte Hoffnung – erstes Quartal 2018

Anteilseigner und Kollegen schätzen Cryans Fähigkeiten bei der Sanierung, er hat diesbezüglich viel erreicht und zudem Rechtsfälle erledigt sowie Kapital aufgebaut. Jetzt wird aber ein Visionär gebraucht, der für die Bank Pläne zum langfristigen Geld verdienen entwickelt und endlich die IT den Anforderungen entsprechend modernisiert. Eine Ablösung von Cryan steht momentan bei der Deutschen Bank nicht auf der Agenda, allerdings müssen dem Vorstandschef gute Quartals-Ergebnisse die dringend benötigte Luft verschaffen.

Das Führungsproblem wird von den Aktionären gelöst

Die Zeiten, in denen die Deutsche Bank noch intern darüber entscheiden konnte, wer Chef des Vorstandes ist, sind längst vorbei. Gegenwärtig bestimmen vorwiegend ausländische, insbesondere chinesische und US-amerikanische Anteilseigner über die Chefetage. Und die sind nur mit Fakten in Form von positiven Ergebnissen zu überzeugen, ansonsten erzwingen sie mit radikalen Maßnahmen die gewünschte Effizienz. Vor allem eine Fondsgesellschaft aus den USA drängt bei deutschen Politikern und Aufsichtsbehörden auf die Genehmigung einer Fusion der Commerzbank mit der Deutschen Bank. Sie ist an beiden Instituten beteiligt und wünscht sich zeitnah bessere Ergebnisse.

Fondsgesellschaft, chinesische Investoren und ausländische Anteilseigner werden über die Zukunft der Deutschen Bank Führung vielleicht in Davos, spätestens aber nach den ersten drei Monaten des neuen Jahres entscheiden.

Bildmaterial: cl-Stock-fotolia

 
Deutscher Poolpreis 2019 – and the Winner is Netfonds!
 

DER FONDS professionell KONGRESS

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. kontakt@nfs-netfonds.de oder Kontaktformular.
Sie erreichen uns von
09:00 - 18:00 Uhr unter der:

040 8222 67 -240