Immer mehr Sparkassen fusionieren

Zunehmend viele Sparkassen sind aufgrund anhaltender Niedrigzinsen dem Kostendruck nicht mehr gewachsen. Um nicht unterzugehen, schließen sich die Institute zusammen. Für die Kunden soll alles weitgehend beim Alten bleiben, nicht so für die Angestellten.


Die Geldpolitik der EZB

Seit Jahren sind die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank bei null, nationale Institute müssen für dortige Einlagen sogar Negativzinsen entrichten. Bislang versuchten die deutschen Sparkassen, dem steigenden Kostendruck durch Gebührenerhöhungen und dem vereinzelten Schließen von Filialen Herr zu werden. Weil dies immer weniger gelingt, schließen sich die ums Überleben kämpfenden Häuser jetzt häufiger zusammen. Fusionieren werden ab dem 1. Januar 2018 auch die Sparkasse Bremervörde-Rotenburg und die Kreissparkasse Osterholz. Beide Häuser präsentieren sich künftig gemeinsam als Kreissparkasse Osterholz-Rotenburg.

Zehn Millionen Euro sollen eingespart werden

Beide Sparkassen unterhalten bislang in ihren Regionen 55 Filialen, in welchen etwa 700 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Geldhäuser geben an, die lokale Präsenz bestmöglich aufrechterhalten zu wollen, gleichzeitig freuen sich die Vorstände über Einsparungen von zehn Millionen Euro pro anno. Die Summe wird aller Voraussicht nach durch Ausdünnen des Filialnetzes und Freistellung betroffener Mitarbeiter zusammenkommen, andere Möglichkeiten ergeben sich in der Niedrigzinsphase kaum. Letztendlich führt das Vorhaben zu weiteren Wegstrecken für die Kundschaft, für die, laut Stellungnahme der Geschäftsleitungen, keine wesentlichen Nachteile entstehen würden.

Beileibe kein Einzelfall

Fusionen, Filialschließungen und Entlassungen von Mitarbeitern sind seit Jahren im gesamten deutschen Bankenwesen an der Tagesordnung. Allein die Commerzbank hat bereits knapp 10.000 Beschäftigten gekündigt, viele von ihnen werden durch die vorangetriebene Digitalisierung ersetzt. Der Kampf um Erträge wird unter den Instituten immer gnadenloser ausgetragen, auf der Strecke bleiben meist die älteren Banker. Die haben sich oft jahrzehntelang für ihre Geldhäuser aufgerieben und stehen jetzt vor sehr ungewissen Zukunftsaussichten. Wer keinen oft mit Gehaltseinbußen verbundenen Standortwechsel akzeptieren kann und seinen Job zudem aufrichtig gerne macht, sollte jetzt über das Arbeiten in Selbstständigkeit nachdenken. Aussichtsreiche und seriöse Gelegenheiten gibt es mehr als vermutet.

Bildmaterial: fotolyse-fotolia

 
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