ING/DiBa dringt in klassische Bankfelder ein

Bislang hat sich die ING/DiBa als Institut mit florierendem Privatkundengeschäft einen Namen gemacht. Mittlerweile fokussiert sie auch andere klassische Geschäftsfelder, vergibt zunehmend Kredite an große Unternehmenskunden und hat noch mehr vor.


Kräftig wachsendes Firmengeschäft bei der ING/DiBa

In Deutschland konnte sich die Direktbank aufgrund des starken Geschäfts mit mehr als acht Millionen Privatkunden den dritten Platz hinter der Deutschen Bank und der Commerzbank sichern. Im vergangenen Jahr schrumpften viele heimische Institute wegen schwacher Kreditnachfrage oder zu geringem Eigenkapital. Doch die Direktbank des holländischen ING-Konzerns steigerte ihr Kreditgeschäft mit Firmenkunden um knapp 25 Prozent von bisher 15.6 auf 20 Milliarden Euro.

Noch ist der Kreditbestand im Privatkundengeschäft drei Mal so hoch als der bei Unternehmenskunden, aber der Überhang an Kundeneinlagen bei 25 Milliarden Euro deutet auf steigende Tendenz hin. Das Institut sucht sich jedoch die Firmenkredite sehr gründlich aus, in welche es die Einlagen seiner Kunden investiert.

Die ING/DiBa will das Geschäft mit Unternehmenskunden ausbauen

Das Haus gibt an, Gelder nur an vertrauenswürdige Kunden zu vergeben und dabei Branchen zu favorisieren, in denen die Bank über ausreichendes Wissen verfügt. Daher sind 45 Prozent der Kredite an Unternehmen aus den Segmenten Transport und Energiewirtschaft ausgereicht. 55 Prozent der Darlehen nehmen 130 deutsche Unternehmen in Anspruch, deren jeweiliger Jahresumsatz oberhalb von 250 Millionen Euro liegt.

Angesichts der aktuell guten Konjunktur halten sich nach Ansicht der Entscheider die Risiken des schnell anwachsenden Unternehmenskreditbestands in Grenzen. Zudem will die Bank bei jedem Firmenkreditkunden die Geschäftsbeziehungen konsequent ausbauen. Im Geschäft mit Unternehmenskunden muss die ING/DiBa derzeit für einen Euro Gewinn nur 40 Cent investieren. Daher macht sie die Weitergabe negativer Zinsen von der Vielfältigkeit jeder Kundenbeziehung abhängig.

Kein Stellenabbau bei der ING/DiBa

Im Gegenteil, die knapp 300 im Unternehmensgeschäft tätigen Mitarbeiter sind für die Pläne des Instituts nicht ausreichend und müssen aufgestockt werden. Der Grund: Bisher konzentrierte sich die Bank auf die Sektoren Privatkunden und große Unternehmenskunden, nun nimmt sie die Geschäfte mit kleineren Firmen ins Visier. Während sich das Geldhaus eine solide Geschäftsgrundlage aneignet, verschärft es die bereits bestehenden Strukturprobleme der Filialbanken um ein Weiteres.

Durch diese Meldung gibt es wieder einige hundert Bankmitarbeiter bei den Filialbanken mehr, die sich um ihre Zukunft sorgen. Viele erwägen dann die Selbstständigkeit. Eine fundierte Möglichkeit dies fundiert zu prüfen ist ein Unternehmer– und Einkommenscheck.

Bildmaterial: ©rawpixel/Fotolia

 
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