Job-Verluste bei Banken und Sparkassen

Erst kürzlich hat die Unicredit-Bank angekündigt, in den nächsten Jahren 8.000 Stellen abbauen zu wollen – nur ein Beispiel unter vielen. Binnen zehn Jahren haben die Kreditinstitute in Deutschland ihren Personalbestand um mehr als 15 Prozent reduziert. Der Prozess ist keineswegs abgeschlossen.


Arbeiteten 2009 noch 675.000 Beschäftigte im Bankgewerbe, waren es 2018 noch knapp 572.000 – über 100.000 weniger. Doch der Personalabbau währt schon länger. Die höchsten Personalstände wurden in den 1990er Jahren erreicht. Spätestens seit der Jahrtausendwende geht es deutlich abwärts. Besonders stark abgebaut haben die privaten Banken und die Sparkassen.

Warum der Personalabbau weiter geht

Es ist kein Zufall, dass diese Entwicklung fast spiegelverkehrt zum Siegeszug des Internets und zur Verbreitung von Online-Banking erfolgt ist. Die Filiale als klassischer Vetriebskanal von Banken und Sparkassen hat zugunsten des elektronischen Vertriebs massiv an Bedeutung verloren. Filialschließungen sind die logische Konsequenz. Wo keine Filiale mehr existiert, wird auch kein Personal benötigt, das dort am Schalter steht. Zwischen der Anzahl der Bankstellen und dem Personalbestand besteht eine hohe Korrelation.

Es trifft vor allem einfachere Tätigkeiten im Backoffice oder im Service. Abwicklung wird zunehmend automatisiert und anstelle des Service tritt die Selbstbedienung mit digitalen Lösungen. Prognosen gehen davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren alleine im Backoffice-Bereich 40 Prozent der heute noch von Menschen bearbeiteten Vorgänge von Robotern erledigt werden. Schon daraus wird deutlich, dass der Stellenabbau weiter geht. Der anhaltende Kostendruck und zunehmender Wettbewerb von außerhalb der Bankwirtschaft verstärken dies noch. Nur hochqualifizierte Tätigkeiten und Spezialisten werden weiterhin gefragt sein.

Fehlende Antworten auf drängende Fragen

War die Beschäftigung bei einem Kreditinstitut früher fast so etwas wie eine Lebensversicherung – der Begriff “Bankbeamter” kommt nicht von ungefähr -, ist sie schon längst keine “sichere Bank” mehr. Das Geschäftsmodell “Bank” steht heute mehr denn je in Frage und Antworten lassen auf sich warten.

Bildmaterial: denisismagilov/Fotolia

 
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