Lieber Alltagsroboter als Bankroboter

Jeder zweite Deutsche steht der künstlichen Intelligenz skeptisch gegenüber, gleichwohl können sich viele vorstellen, darauf basierende Assistenten im Alltag zu nutzen. Bankroboter stoßen jedoch auf breite Ablehnung unter den Verbrauchern.


Hohes Potenzial für Wachstum

Deutschen Verbrauchern ist der Begriff künstliche Intelligenz weitestgehend bekannt, sie identifizieren ihn, nicht selten aus eingeschränktem Blickwinkel, mit Chancen für die Zukunft. Von wenigen Menschen wird bemerkt, dass diese Chancen nur den Besitzern der Roboter zugute kommen und für den Rest ist die künstliche Intelligenz in der Weiterentwicklung eher eine ernsthafte Bedrohung. Natürlich haben die Befürworter recht, wenn sie in der künstlichen Intelligenz ein hohes Wachstumspotenzial vermuten, aber von dem profitiert nur eine überschaubare Minderheit. Alle Übrigen müssen sich um ihre Arbeitsplätze sorgen.

Roboter im täglichen Leben mehr oder weniger willkommen

Viele bei Studien zur künstlichen Intelligenz befragte Menschen erhoffen sich durch die fortschreitende Automatisierung spürbare Erleichterungen im Haushalt und bei weniger beliebten Arbeiten. Einen Putzroboter würde sich jeder zweite Befragte anschaffen, jeder Zehnte macht jedoch auch körperlich schwere Tätigkeiten lieber selbst.

Künstliche Intelligenz in Form von selbst fahrenden Autos stößt bei fast 70 Prozent auf kategorische Ablehnung. Ebenso viele Studienteilnehmer glauben, dass durch die Verbreitung der künstlichen Intelligenz weit mehr Arbeitsplätze verloren gehen als geschaffen werden.

Keine Roboter im Banking

Dass digitale Assistenten privates Banking und die Finanzplanung erledigen könnten, wird von fast 90 Prozent der Verbraucher energisch abgelehnt. Ihre Anlagetipps für die private Altersvorsorge möchten ebenso viele Bürger keinesfalls von Robotern erhalten. In beiden Sektoren wird, trotzt aller digitalen Möglichkeiten weiterhin der Berater aus Fleisch und Blut nachgefragt.

Ob die Banken sich mit ihrem digitalen Wandel langfristig einen Gefallen erweisen, bleibt dahingestellt. Die Ergebnisse aktueller Umfragen sollten aber im Rahmen der Digitalisierung gekündigte Bankmitarbeiter dazu veranlassen, einen Neuanfang als Finanzberater auf selbstständiger Basis zu wagen. Die Nachfrage ist bereits vorhanden und wächst. Zur neuorientierung hilft die Webseite www.selbstchef.de.

Bildmaterial: sakkemesterke-fotolia