Mit einer Banklehre kann man doch viel falsch machen

Noch vor einer Generation galt ein Berufseinstieg bei einer Bank fast als so etwas wie eine Lebensversicherung – ein garantierter Job mit anständiger Bezahlung und interessanten Perspektiven. Wer als Banker arbeitete, war gut angesehen. Eine Banklehre war sozusagen eine “sichere Bank”.


Heute ist davon nicht viel übrig. Das gesamte Bankgewerbe ist von Rationalisierung und Personalabbau betroffen. Spätestens seit der Finanzkrise und Finanzskandalen hat das Image der Branche schwer gelitten. Im digitalen Zeitalter wird das Geschäftsmodell Bank zunehmend in Frage gestellt. Wer heute bei einer Bank anfängt, kann längst nicht mehr sicher sein, dass es ein Leben lang dabei bleibt.

Banken im Umbruch – mit personellen Konsequenzen

Das gilt vor allem für Berufsstarter, die sich nicht umfassender weiter qualifizieren und spezialisieren. Der Bankberater im Schalter ist zwar kein Auslaufmodell, aber deutlich weniger gefragt als früher. Wo Online-Banking dominiert und die Filiale nur noch selten aufgesucht wird, braucht man einfach weniger Berater. Auch “im Hintergrund” fallen viele Stellen weg, weil Computer-Systeme die Bearbeitung und Abwicklung von Vorgängen übernehmen. Spezialisten sind dagegen nach wie vor begehrt – vor allem im IT-Bereich, wo die gesamte Branche technischen Entwicklungen oft hinterherhinkt. Deshalb finden heute Naturwissenschaftler und Informatiker bei Banken gute Beschäftigungschancen.

Auch in anderen Bereichen sind Können und Wissen gefragt, zum Beispiel in der Regulatorik, im Risikomanagement, im Analysten-Bereich usw.. Trotzdem: auch hochqualifizierte Spezialisten können sich ihres Jobs weniger sicher sein als in früheren Zeiten. Eine Fusion, strategische Neuausrichtung oder grundlegende Umstrukturierungen können selbst Stellen mit Know How in Frage stellen. Und da die gesamte Bankenlandschaft im Umbruch ist, kommen disruptive Änderungen häufiger vor und wirken tiefgreifender.

Immer Alternativen im Blick

Für Bank-Mitarbeiter gilt es daher flexibel zu bleiben, sich stets weiter zu qualifizieren und nach interessanten Alternativen Ausschau zu halten – ggf. auch außerhalb der Bank. Zum Beispiel als unabhängiger Finanzberater, wenn das eigene Haus sein Beratungsangebot abbaut.

Bildmaterial: CL-Stock/Fotolia

 
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