Mut wurde in 2016 belohnt

Wer 2016 etwas Risikobereitschaft an den Tag legte, konnte mit Investments in Aktien oder Rohstoffe attraktive Erträge erwirtschaften. Wo sich der Mut zum Risiko besonders ausgezahlt hat, beschreibt der nachfolgende Beitrag.


Die besten Chancen lagen 2016 in der Ferne

In Europa war mit klassischen Bankeinlagen angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds keine über der Inflation liegende Rendite zu verdienen. Attraktive Erträge konnten Investoren jedoch mit südamerikanischen und fernöstlichen Aktienindizes erwirtschaften. Wer Anfang 2016 beispielsweise 100.000 Euro im brasilianischen Aktienindex investiert hatte, durfte sich zum Jahresende über knapp 75.000 Euro an Zugewinn freuen. Mit etwa 68.000 Euro Rendite war die gleiche Geldanlage in den Indizes von Peru und Kasachstan ähnlich lukrativ.

Solide Kursgewinne in den Industrieländern

Anleger, die mutig genug zur Geldanlage im russischen Aktienindex RTS waren, wurden pro 100.000 Euro mit knapp 60.000 Euro Rendite belohnt. Die Geldanlage in den vermeintlich sichereren Vereinigten Staaten war nicht ganz so gewinnträchtig. Wer im Januar 100.000 Euro in den Dow Jones investierte, konnte zum Jahresende immerhin knapp 20.000 Euro an Rendite in Empfang nehmen.

Bei US-amerikanischen Investments wurden die Gewinne teilweise vom schwachen Euro beflügelt. Gleiches galt für die Geldanlage in Erdöl, eine gezielte Investition in die Sorte Brent hätte aus 100.000 Euro stattliche 164.000 werden lassen. Auch Gold und Silber erwiesen sich als zuverlässige Investments, beide Rohstoffe generierten 2016 Renditen im zweistelligen Prozentbereich.

An risikoscheuen Anlegern ging das Jahr chancenlos vorbei

Die mageren Zinserträge klassischer Sparprodukte wurden von der 2016 wieder anziehenden Inflation aufgefressen. Auch die als sicher betrachteten Investments in den Deutschen Aktienindex DAX generierten 2016 nach missglücktem Start nur knapp sieben Prozent. Einmal mehr hat sich breite Diversifikation bei der Geldanlage in Aktien bewährt. Die Investition von 100.000 Euro in den MSCI Weltindex hätte 2016 gut zwölf Prozent Rendite ergeben. Im vergangenen Jahr war bei der Geldanlage Mut zum Risiko gefragt, risikoscheue Anleger mussten hingegen um den Erhalt ihrer Vermögen bangen.

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