Nachhaltigkeitsbanking

Nachhaltiges Banking ist ein positiv anmutender Begriff, denn damit werden Investitionen in Aussicht gestellt, die dem Wohle aller dienen sollen. Die in diesem Segment operierenden Nachhaltigkeitsbanken leiden jedoch ebenso unter wirtschaftlichen Problemen wie die gesamte Branche.


Nachhaltigkeitsbanking zunehmend beliebt

Die mit diesem Geschäftsmodell arbeitenden Geldhäuser sind meist jung und weitgehend unbekannt. Gleichwohl verzeichnen sie regen Zulauf und können häufig auf zweistellig wachsende Kundenzahlen pro Jahr verweisen. Die Verbraucher erwarten bei diesen Instituten nicht nur klassische Dienstleistungen wie Girokonten, sondern vor allem umweltverträgliche und gemeinnützige Geldanlagen. Sie möchten mit Investitionen in erneuerbare Energien dem Klimawandel entgegentreten oder weniger betuchten Mitmenschen optimale Bildung ermöglichen. Nachhaltigkeitsbanken versprechen Neukunden, dass ihre Gelder nicht in Konzerne fließen, die in den Segmenten Gentechnik, Rüstung oder Atomenergie tätig sind. Das kommt gut an, ist aber im aktuellen Marktumfeld sehr schwierig.

Auch Nachhaltigkeitsbanking unterliegt gewissen Profitabilitäts-Regeln

Unterm Strich müssen Nachhaltigkeitsbanken ebenso wie andere Geldhäuser Erträge erwirtschaften, um Kosten zu decken und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank erschwert den nachhaltig denkenden Instituten die Kostendeckung und setzt sie zunehmend härterem Wettbewerb aus.

So musste der Anbieter GLS aufgrund des Negativzinseffekts vor Kurzem einen Grundbeitrag von fünf Euro fürs Girokonto einführen. Zudem verlangt er von jedem Kunden eine Kontoführungsgebühr in Höhe von 3.80 Euro. Andere Nachhaltigkeitsbanken denken darüber nach, wie sie ihre Kundschaft an den negativen Zinsen beteiligen können. Was bei herkömmlichen Instituten auf regen Widerstand stößt, wird bei Nachhaltigkeit versprechenden Banken mit Gleichmut akzeptiert.

Was über Nachhaltigkeitsbanking alles finanziert werden kann

Wer genau wissen will, welche Projekte von Nachhaltigkeitsbanken bevorzugt finanziert werden, muss sich auf den Webseiten der Anbieter kundig machen, denn die Kreditportfolios lassen keine einheitliche Beschreibung zu. Die meisten der nachhaltigen Banken sind derzeit noch im Sektor erneuerbare Energien aktiv. Da derartige Investitionen mit dem neuen EEG schwieriger werden dürften, sollen künftig auch nachhaltige Immobilien finanziert werden. Darüber hinaus werden bevorzugt heimische Anbieter von biologisch einwandfreien Lebensmitteln mit Krediten unterstützt.

Bildmaterial: CPN©/Fotolia

 
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