Nun geht es wirklich ans Portemonnaie

Einer Pressemeldung zufolge zahlt die Deutsche Bank in diesem Jahr an 90 Prozent ihrer Mitarbeiter keinen Bonus aus. Damit geht Deutschlands größtes Geldhaus deutlich über die Maßnahmen anderer internationaler Institute hinaus.


Viele Händler und Banker müssen auf Sondervergütungen für 2016 verzichten

Dies betrifft etwa 90 Prozent der Angestellten, die Deutsche Bank zahlt lediglich den besten zehn Prozent unter den Mitarbeitern einen Bonus aus. Allerdings werden die Auszahlungen auf die kommenden fünf Jahre gestreckt. Dies geht aus einem Bericht der New York Post hervor, die sich ihren Ausführungen auf Insiderinformationen beruft. Der Artikel hebt zudem hervor, dass die Diskussion um das Thema noch nicht abgeschlossen sei, das Institut selbst wollte dazu keine Stellung nehmen.

Variable Vergütungen auf dem Prüfstand

Wie die Börsenzeitung kürzlich mitteilte, planen Aufsichtsrat und Vorstand einen veränderten Umgang mit Bonuszahlungen und plädieren für deutliche Kürzungen. Da die Bank auch diese Meldung nicht kommentieren wollte, wird über die Motive heftig diskutiert. Die Nachtrichtenagentur Bloomberg vermutet, dass die Bank das Vertrauen ihrer Kundschaft mit aufgepolsterter Kapitaldecke zurückgewinnen möchte und daher Alternativen zu bar ausgezahlten Bonussummen sucht. Wie die Nachrichtenagentur weiter mitteilt, wird derzeit unter anderem geprüft, ob die Barauszahlungen von der Deutschen Bank durch Übertragungen hauseigener Aktien ersetzt werden können.

Wie schnell Gerüchte zu Tatsachen werden können

Mittlerweile sind die Meldungen der letzten Tage von einem Statement der Deutschen Bank überholt worden. Demnach verzichtet der Vorstand geschlossen auf variable Vergütungen, zudem soll die Boni aus dem vergangenen Jahr für hochrangige Mitarbeiter des Instituts deutlich geringer ausfallen.

In den letzten Jahren senkte die Deutsche Bank die Summe der variablen Vergütungen kontinuierlich und räumte dabei den fixen Zuwendungen mehr Gewicht ein. Während 2013 noch 3.2 Milliarden Euro im Bonustopf waren, reduzierte sich die Summe 2014 auf 2.7 Milliarden und 2015 auf 2.4 Milliarden Euro. Experten nehmen an, dass die Bank nach dem Rekordverlust von 2015, Anfang Februar auch für 2016 wieder rote Zahlen vorlegen wird und der Vergütungspool auf eine Milliarde Euro zusammenschrumpft.

Bildmaterial: weyo©/Fotolia

 
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