Grafik einer Weltkugel mit Landesflaggen

Europas Banken hinken hinterher

Um 88 Prozent haben die 10 größten Geldhäuser der USA im Geschäftsjahr 2018 ihren Gewinn gesteigert. Die Banken des europäischen Kontinents konnten hingegen nur ein Plus von 35 Prozent erwirtschaften.


Fast dreimal so hohe Überschüsse

Während die größten Banken des europäischen Kontinents 2018 zusammen gerade einmal 52 Milliarden Euro Gewinn erzielten, verdienten die Mitbewerber in den Vereinigten Staaten im gleichen Zeitraum rund 138 Milliarden. US-amerikanische Häuser steigerten ihre Verdienste im Vergleich zum Vorjahr um 88 Prozent, die Institute Europas nur um 35 Prozent. Die Geldhäuser der Eurozone leiden nach wie vor unter der Geldpolitik der EZB, sie müssen mit niedrigen Zinsmargen leben und auf Einlagen bei der Zentralbank Strafzinsen entrichten.

US-Banken profitieren seit Jahren von Unterstützungen

Die Bankenbranche der Vereinigten Staaten konnte sich dank staatlicher Hilfen wesentlich schneller von der Krise 2007/2008 erholen. Seit der Steuerreform von Präsident Trump kommen die Banken des Landes in den Genuss von Sondereffekten. Letztlich sorgen seit zwei Jahren steigende Zinsen für lukrative Überschüsse im Kerngeschäft. Die insgesamt deutlich bessere Situation hat seit einem Jahrzehnt für größere Abstände zwischen den Banken der USA und Europa gesorgt. So erwirtschaftete das stärkste Institut, die JP Morgan Bank, im vergangenen Jahr 28 Milliarden an Gewinn. Das erste Haus der BRD hinkt mit 267 Millionen Euro deutlich hinterher. Fairerweise muss dazu bemerkt sein, dass beide Geldhäuser in verschiedenen Klassen oder Ligen zu Hause sind. Letztendlich haben amerikanische Banken ihre jetzige Situation der seit Jahren gewährten Unterstützung seitens der Politik zu verdanken.

Europas Häuser müssen weiter sparen

Nicht betroffen von der EZB-Geldpolitik ist die HSBC aus Großbritannien, die 2018 immerhin 12 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftete. Alle anderen Institute müssen auf bessere Zinsmargen vorerst verzichten und die steigenden Kosten in den Griff bekommen. Experten vermuten, dass es in der gesamten Eurozone zu Schließungen von Filialen und Entlassungen der darin beschäftigten Mitarbeiter kommen wird. Im klassischen Zinsgeschäft sind auch im kommenden Jahr keine oder nur geringe Gewinne realisierbar. Der Abstand zwischen US-amerikanischen Häusern und europäischen Banken wird größer.

Bildmaterial: cybrain-Fotolia

 
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