Grafik einer Weltkugel mit Landesflaggen

Russlands Bankensektor schwach

Die Banken der Russischen Föderation sind nach Ansicht der Weltbankgruppe mit Hauptsitz in Washington D.C. schlecht aufgestellt. Als riskant werden vor allem geringes Eigenkapital und vergleichsweise viele problematische Kredite eingeschätzt.


Schlechtes Zeugnis von der Weltbank

Für die negative Bewertung legte die Weltbankgruppe keinerlei Zahlen vor, indes verweist sie in ihrem jüngsten Bericht auf eine Bankenlandschaft mit vielen Problemkrediten. Zu der Ansicht kommt die Weltbank nach einem Vergleich der Quoten von Banken in anderen Staaten mit den Werten russischer Institute. Mit welchen Banken, aus welchen Nationen der Bankensektor Russlands verglichen wurde, geht aus den Mitteilungen nicht hervor.

Die Intervention der russischen Zentralbank hat laut Weltbankbericht in letzter Zeit mehreren Geldhäusern aus Liquiditätsengpässen geholfen. Gleichwohl sei der russische Bankensektor immer noch schwach aufgestellt.

Eigenkapitalquote als zu niedrig bewertet

Die Notenbank der Russischen Föderation soll, den Angaben der Weltbankgruppe entsprechend, in den letzten Jahren Hunderte von Instituten geschlossen haben. Mit Milliardenbeträgen unterstützt wurden hingegen relevante russische Geldhäuser. Ursache für den instabilen Zustand des russischen Bankensektors könnten die kontinuierlich verschärften Sanktionen durch die Vereinigten Staaten sein. Die Restriktionen belasten den kompletten Finanzsektor und regen selbst Großbanken wie Morgan Stanley zur Aufgabe der Geschäftsaktivität an. Das große Bild auslassend, bemängelt der Bericht der Weltbankgruppe die vergleichsweise niedrige Eigenkapitalquote, ohne jedoch Zahlen und Vergleichsbanken zu nennen.

Wirtschaftswachstum bei 2,3 Prozent

Von diesem vergleichsweise guten Wert ausgehend, prognostiziert die Weltbankgruppe nach nicht einmal sechs Monaten für 2019 einen Fall des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,2 Prozent. In den Jahren 2020 und 2021 soll das BIP Russlands jeweils um 1,8 Prozent anwachsen. 57 Prozent des Gewinns der russischen Bankenlandschaft wurden im ersten Quartal des laufenden Jahres von den fünf größten Häusern erwirtschaftet. 62 Prozent der russischen Vermögenswerte verwalten staatliche Institute. Die russische Zentralbank kündigte vor Kurzem an, bis auf Weiteres die Herstellung und Ausgabe von Kopeken einzustellen.

Bildmaterial: cybrain-fotolia

 
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