Sichere Banken erkennen

Bei deutschen Banken werden Spareinlagen nur gering verzinst, Verbraucher weichen daher gerne auf andere EU Geldhäuser aus. Woran ist zu erkennen, ob die ausländischen Institute für deutsche Anleger sicher sind?


Wichtige Information

Jeder benötigt heutzutage ein Bankkonto, doch kaum einem Kontoinhaber ist klar, dass das Geld auf dem Konto rechtlich dem Institut gehört. Das kontoführende Haus verleiht die Beträge von Giro-, Festgeld- und Tagesgeldkonten, um damit Zinsgewinne zu erwirtschaften.

Experten empfehlen daher, Gelder nur bei sicheren Banken zu deponieren, obgleich diese Häuser oft niedrigere Zinsen in Aussicht stellen. Nicht unmittelbar benötigte Beträge sollten in kostengünstige Fonds investiert werden.

An welchen Kriterien sind sichere Länder zu erkennen?

In jedem Staat der EU gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung, die pro Person und Konto bis zu 100.000 Euro absichert. Um der Anforderung, gerecht zu werden, bilden die nationalen Banken gemeinsame Einlagensicherungsfonds und haften gegenseitig für die Kundeneinlagen. Mit dem Mechanismus könnte im Ernstfall jedoch nur eine limitierte Anzahl an Bankkunden entschädigt werden. Bei einer massiven Bankenkrise dürfen nicht alle Sparer auf die Absicherung in vollem Umfang hoffen. Denn nur 0.8 Prozent der gesamten Einlagen müssen laut einer europaweit geltenden Regel im nationalen Sicherungsfonds vorhanden sein.

Daher sollten Anleger sich für Institute in Ländern entscheiden, denen die großen Ratingagenturen AAA oder AA-Bewertungen verliehen haben. Diese Kriterien erfüllen neben der BRD das Vereinigte Königreich, Österreich, die Schweiz und die Niederlande.

Welche Bank ist sicher?

Eine solide Bank wird die nationale Einlagensicherung nicht in Anspruch nehmen müssen. Eine ausreichende Bonität wird von den Ratingagenturen mit BBB (Baa bei Moodys) dargestellt. Wichtig: Die Bewertung muss bei allen drei Agenturen gleich oder besser ausfallen. Eine Bank, die von einer Ratingagentur mit A bewertet wird, gilt als sehr sicher. Handelt es sich um eine Tochtergesellschaft, deren Mutterkonzern 75 Prozent der Anteile hält, wird die Bonität der Mutter bewertet.

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