Sparkassen setzen Mitarbeiter über die Sozialkassen frei

Wie die anderen Banken auch, nutzen die Sparkassen Deutschlands den digitalen Wandel zur massiven Kostensenkung. Sie schließen Filialen und schicken ihre Mitarbeiter in den “Vorruhestand”, allerdings zulasten der Steuern zahlenden Bevölkerung.


Personalabbau mithilfe der Arbeitsagentur

Eine Unternehmensberatung hat ein Modell entwickelt, mit dessen Hilfe der vorzeitige Ruhestand freigesetzter Banker von der deutschen Volksgemeinschaft finanziert werden soll. Die Geldhäuser reißen sich, Pressemeldungen zufolge, geradezu um nähere Informationen.

Das auf den ersten Blick sozial anmutende Modell “Vorruhestand-Flex” garantiert auf Kosten der Gemeinschaft entlassenen Mitarbeitern bis zur Rente mit 63 etwa 95 Prozent der aktuellen Bezüge. Der betroffene Bankangestellte muss sich arbeitslos melden, da sein Anspruch auf Arbeitslosengeld genau berechnet und von den Leistungen abgezogen wird.

Fast alle Banker akzeptieren

Weil die Summe direkt am Stück ausgezahlt wird, können nur wenige Betroffene widerstehen, 96 Prozent nehmen das fragwürdige Angebot gerne an. Die Sparkassen sind ihre Mitarbeiter los und ob die sich dann wirklich arbeitslos melden, bleibt ihnen überlassen. Gleichwohl ist der Antrag auf ALG I zwingend notwendig, weil sich die Abfindung nur zusammen mit dem Arbeitslosengeld rechnet.

Die Geldhäuser sehen ihre Vorgehensweise nicht als sozial ungerecht an und verweisen darauf, dass andere Unternehmen auch so agieren würden. Die Belastung der Sozialkassen aus eigennützigen Motiven rechtfertigen sie mit dem Hinweis, dass ihre Angestellten auch eingezahlt hätten. Und schließlich fordere der zunehmend scharfe Wettbewerb eben seinen Preis.

Wenig Widerstand

Der ursprüngliche Auftrag der Sparkassen wird von Kommunen angesichts fließender Gelder übergangen, schließlich können die fast leeren Kassen die zwangsweise dem Volk entzogenen Summen dringend gebrauchen. In der Hoffnung auf mehr Geld für notwendige kommunale Projekte, beschwichtigen viele Bürgermeister mit der Erklärung, dass ja niemand gezwungen würde, sich arbeitslos zu melden.

Einzig die Arbeitsagentur hat eine andere Ansicht und weist auf die Unvereinbarkeit von Vorruhestand und Arbeitslosigkeit hin. Ihre Macht reicht jedoch nur zu Sanktionen gegen einzelne Arbeitslose. Den gesamten Sparkassenverband sozial verträgliches Verhalten zu lehren, übersteigt offensichtlich ihre Befugnisse .

Bildmaterial: sakkmesterke-fotolia

 
Deutscher Poolpreis 2019 – and the Winner is Netfonds!
 

DER FONDS professionell KONGRESS

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. kontakt@nfs-netfonds.de oder Kontaktformular.
Sie erreichen uns von
09:00 - 18:00 Uhr unter der:

040 8222 67 -240