Veraltete Systeme verärgern Kunden

Viele Systeme der etablierten Banken sind den stets steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen und streiken. Kunden reagieren verärgert und verlangen den zeitnahen Austausch veralteter IT-Systeme. Die EU verschärft die Situation.


Probleme beim Onlinebanking

Die BaFin registrierte 2018 über 300 Systemausfälle bei den Banken der BRD. Alle Vorfälle wurden von überalterter und völlig überforderter IT-Infrastruktur verursacht. Banken haben rechtzeitige Investitionen in neue Systeme versäumt und stehen jetzt vor immer größer werdenden Herausforderungen. Denn eine ständig wachsende Anzahl an Kunden erledigt Bankgeschäfte bevorzugt online und wechselt bei mehrmaligen Problemen die Institute. Störungen im Onlinebanking führen zu Reputationsverlust und damit zu sinkender Loyalität. Banken kümmern sich zwar um die langfristige Zahlungsfähigkeit ihrer Kreditkunden, vernachlässigen aber ihre eigene IT sträflich und betreiben seit Jahrzehnten Flickschusterei.

Alte Systeme durch Neuanschaffungen ersetzen

In der Tat arbeiten viele Banken mit 30 Jahre alten IT-Systemen, an welche kontinuierlich neue Komponenten angehängt wurden. Das komplexe Durcheinander stellt selbst erfahrene Techniker vor schwer zu lösende Aufgaben bei immer häufiger notwendigen Reparaturen. Auf lange Sicht dürfte der komplette Ersatz veralteter Systeme durch Neuanschaffungen unumgänglich sein. Fachleute halten den Austausch für kompliziert, riskant und nur über Jahre hinweg realisierbar. Die Erneuerung fällt in eine Zeit steigender Anforderungen, denn Banken müssen in immer kürzerer Zeit zunehmend wachsende Datenmengen verarbeiten. Jeder zweite Bankkunde führt mittlerweile seine Transaktionen online aus und erwartet funktionierende Systeme. Diese sind schon jetzt überlastet und neigen zu Ausfällen.

Die Probleme werden noch umfangreicher

In wenigen Wochen tritt eine Richtlinie aus Brüssel in Kraft, welche den Datenverkehr vervielfachen und die IT-Systeme der Banken an ihre Grenzen bringen wird. Von den Instituten Europas wird die Bereitstellung von Schnittstellen für Drittanbieter wie Technologiekonzerne oder finanztechnische Mitbewerber verlangt. Kunden müssen dem Zugriff auf ihre Kontodaten formell zustimmen. Der zu erwartende Datenfluss kann zu umfangreicheren Problemen führen. Dementsprechend müssen alle Beteiligten ab Anfang September mit erneuten System-Ausfällen rechnen.

Bildmaterial: sakkmesterke-fotolia

 
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