Viel Arbeit für die KfW

Die Corona-Krise hat das Land fest im Griff. Immer mehr kommt das öffentliche Leben zum Stillstand, viele Betriebe müssen mit massiven Umsatzeinbußen rechnen – wegen behördlicher Schließungen, weil Kunden wegbleiben oder Aufträge storniert werden. In dieser Situation kommt der KfW eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der Wirtschaft zu.


In der letzten Woche traten Bundesfinanzminister Scholz und Bundeswirtschaftsminister Altmaier gemeinsam vor die Presse, um zu verkünden, dass die Bundesregierung die wirtschaftlichen Pandemie-Folgen mit umfassenden Maßnahmen eindämmen wolle, unter anderem mit betraglich nach oben nicht begrenzten Krediten.

Programme ausgeweitet, Bedingungen gelockert

Für diese ist auf Bundesebene in erster Linie die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zuständig. Ihren Förderprogrammen kommt eine zentralen Bedeutung bei der Krisenbewältigung zu. Die Bedingungen für zwei “KfW-Allzweckwaffen” – das Programm KfW-Unternehmerkredit und das Programm ERP-Gründerkredit-Universell – werden gelockert. Beide Programm bieten normalerweise Finanzierungen für betriebliche Investitionen, können aber auch zur Betriebsmittelfinanzierung und zur Liquiditätssicherung eingesetzt werden.

Die Betragshöchstgrenze bei den Bürgschaften der Bürgschaftsbanken wird auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt. Solche Bürgschaften ermöglichen Unternehmen mit fehlenden Sicherheiten den Zugang zu Krediten. Gleichzeitig wird das Großbürgschaftsprogramm der KfW, das sonst nur in strukturschwachen Regionen einsetzbar ist, auch auf Gebiete außerhalb ausgeweitet. Die KfW wird außerdem weitere Programm für Unternehmen auflegen, die bisher nicht die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen.

Auch die Banken in der Pflicht

Diese Maßnahmen werden auch Auswirkungen auf das Bankgeschäft haben. Denn fast alle Förderkredite vergibt die KfW nicht direkt, sondern über die Banken vor Ort. Sie sind daher die erste Anlaufstelle für Unternehmen, die Liquiditäts- und Finanzierungengpässe haben. Die Institute nehmen eine Vorprüfung der Förderanträge vor und vergeben die Kredite nach KfW-Vorgaben. Die Förderbank selbst tritt nur als Refinanzierer auf. Nicht nur die KfW dürfte den Unternehmen unter die Arme greifen. Auf Landesebene gibt es ebenfalls Förderinstitute, die die KfW-Maßnahmen aller Voraussicht nach mit eigenen Mitteln flankieren werden.

Bildmaterial: weyo-Fotolia

 
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