Vorschriften für Banken wieder lockern

Der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, wird von ausländischen Medien und Regierungen permanent stark kritisiert. Unter anderem, weil er vom Vorgänger Obama eingeführte Vorschriften für amerikanische Banken wieder lockern will.


Trump löst seine Wahlversprechen ein

Verständlicherweise ist die direkte Art des 45. Präsidenten der USA nicht jedermanns Sache, Fakt ist aber, dass er die vor seiner Wahl abgegebenen Versprechen zeitnah und kompromisslos umsetzt. Für die Menschen in Europa mag es ungewöhnlich erscheinen, dass ein Politiker sich nach seiner Ernennung überhaupt noch an Wahlversprechen erinnert. Donald Trump ist hierbei eine seltene Ausnahme, denn er wird seinem Arbeitsvertrag in allen wesentlichen Punkten gerecht. Trump hat in den zwei Wochen seit Amtsantritt mehr Versprechen eingehalten als viele europäische Politiker in ihrer gesamten Amtszeit.

Banken sollen von einengenden Regulierungen befreit werden

Nicht nur deutsche Politiker geben sich empört, weil Präsident Trump ein im Jahr 2010 von der Obama-Regierung beschlossenes Gesetz zur Regulierung der Banken revidieren will. Es geht hierbei um ein 850 Seiten starkes Reformpaket mit der Bezeichnung “Frank Dodd Act”, welches eine Wiederholung der Finanzkrise 2009 verhindern sollte. Was den Kritikern des neuen Präsidenten jedoch entgeht: Der Auslöser der Finanzkrise war die Bush-Administration mit gezielten Förderungen riskanter Immobilienkredite über die staatsnahen Hypothekeninstitute Fannie Mae und Freddie Mac.

Unterstützt wurde die Bush-Regierung von der damaligen Finanzpolitik der Federal Reserve. Unbestritten kommt dem Finanzsektor eine gewisse Mitschuld an der Krise zu, allerdings verwechseln die politischen Gegner Trumps gerne Ursache mit Auswirkung. Wenn die Medien jetzt “gewissenlosen Spekulanten” die Hauptschuld zuschreiben, machen sie es sich zu einfach – und liegen vollkommen falsch.

Worum es Trump bei der Bankenregulierung wirklich geht

Viele nach der Finanzkrise ins Leben gerufene Verordnungen engen die Institute im täglichen Geschäft dramatisch ein. Das auch in den Vereinigten Staaten sehr niedrige Zinsniveau erschwert zudem das Kerngeschäft. Präsident Trump möchte mit weniger Regulierungen die Profitabilität der heimischen Geldhäuser optimieren und ihnen ausreichend Spielraum für geschäftliche Aktivitäten einräumen. Wichtig ist natürlich, dass er wirklich einschränkende Behinderungen beseitigt, aber aus Sicht der Kunden sinnvolle Beschränkungen weiter bestehen lässt.

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