Warren Buffett und die Bank of Amerika

Im Alter von 87 Jahren denken die meisten Menschen nur noch an ein angenehmes Leben im Ruhestand. Die Investorenlegende Warren Buffett hingegen kauft sich ins zweitgrößte Geldhaus der Vereinigten Staaten ein.


Berkshire Hathaway wird bei der Bank of America zum größten Anteilseigner

Warren Buffett hat vor Kurzem über seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway eine attraktive Option wahrgenommen. Einer Mitteilung der Bank of America entsprechend wird 700 Millionen Anteilscheine erwerben.

  • Der derzeitige Börsenkurs liegt bei knapp 24 Dollar.
  • Warren Buffett wird pro Papier nur 7.14 Dollar bezahlen müssen.

Wenn das Geschäft abgeschlossen ist, wird Buffetts Investment-Imperium als größter Anteilseigner 6.6 Prozent an der Bank of Amerika halten.

Warren Buffett scheint an die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Banken zu glauben

Der Investor begann in den 1960er-Jahren mit dem Aufbau von Berkshire Hathaway und lenkt sein Imperium bis zur Gegenwart selbst. Er ist seit Jahrzehnten für sein gutes Gespür bekannt und hat sein Vermögen überwiegend mit günstig erworbenen Unternehmen vermehrt. Zu den US-Banken scheint Buffett großes Vertrauen zu haben, denn er besitzt zudem Anteile an Wells Fargo und Goldman Sachs. Seinen Nachkommen hat er allerdings von Investments in Einzelunternehmen abgeraten, die sollen breit diversifiziert in nationale oder globale Indizes anlegen. Doch weiß niemand so genau, was in dem freundlich anmutenden Herren wirklich vorgeht.

Warren Buffett setzt sich gerne für Firmen in Not ein

Seit Jahrzehnten hat sich die Investorenlegende aufgrund seines guten Händchens beim Investieren einen weltweiten Ruf erarbeitet. Entweder er kauft Unternehmen zu einem unschlagbar günstigen Preis oder er hilft ihnen durch seine exzellente Reputation wieder auf die Beine. Buffett steigt im Rampenlicht der Medien in die von Problemen bedrohten Firmen ein und baut damit Vertrauen bei anderen Investoren auf. Dies tut er natürlich nicht umsonst, sondern gegen erstklassige Konditionen. Die Zukunft wird vermutlich zeigen, warum Buffett von der Bank of Amerika einen so außergewöhnlich guten Preis für den Einstieg in Option gestellt bekommen hat.

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