Weltsparen kooperiert mit Hypovereinsbank

Mit dem Namen des Fintech Raisin können vermutlich nur wenige Sparer etwas anfangen, mit der Plattform “Weltsparen” dagegen schon. Beides gehört zusammen. Hinter Weltsparen steht Raisin. Bisher führte die Plattform quasi ein Eigenleben neben den Angeboten deutscher Banken.


Mit der Hypovereinsbank alias Unicredit Deutschland wurde jetzt erstmals ein namhafter inländischer Bankpartner für Weltsparen gewonnen. Bekannt geworden ist die Plattform mit Festgeld-Angeboten zu Zinssätzen deutlich über dem deutschen Marktniveau. Möglich ist das durch ausländische Banken bzw. deren deutsche Töchter als Partner. Diese bieten wegen anderer Marktverhältnisse oder um deutsche Kunden zu gewinnen oft höhere Zinssätze als bei uns üblich.

Womit will die Hypovereinsbank überzeugen?

Wer dagegen heute bei einem deutschen Geldinstitut Festgeld anlegen will, trifft eher auf Abwehrhaltung denn auf freudige Erwartung. Bei größeren Summen muss mit Negativzinsen gerechnet werden und bei kleineren Beträgen sind die Zinssätze meist nahe am Nullpunkt. Nur Direkt- und Online-Banken machen gewisse Ausnahmen – oft im Rahmen zeitlich befristeter Aktionen -, aber die (Zins-)Bäume wachsen auch hier nicht in den Himmel.

Umso mehr überrascht jetzt die Partnerschaft zwischen Hypovereinsbank und Weltsparen. Sie ist wohl dem Bemühen des deutschen Unicredit-Ablegers zu verdanken, neue Kunden zu gewinnen. Dazu bedient man sich offenbar auch bisher nicht genutzter Kanäle. Auf die gebotenen Konditionen für Festgelder bei der Hypovereinsbank via Weltsparen darf man gespannt sein. Sie müssen sich immerhin neben den Angeboten der ausländischen Konkurrenz bestehen können. Dabei dürften die Spielräume eng begrenzt sein, beim Zins nach oben zu gehen. Punkten ließe sich allenfalls noch mit der Sicherheit – wegen des weitreichenden deutschen Einlagenschutzes.

Grenzen verwischen zusehends

Für Weltsparen bzw. Raisin ist die Kooperation dagegen so etwas wie eine Eintrittskarte in die deutsche Bankenwelt. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Fintech und klassischer Bank, aber eine weitere. Damit wird erneut deutlich, dass die Grenzen zwischen traditionellem Bankgeschäft und digitalen Finanzdienstleistungen zunehmend verwischen.

Bildmaterial: rawpixel/Fotolia

 

 
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